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Das Parlament will die Badewiese Seegüetli aufwerten

Der Gemeinderat Wädenswil hat das Budget genehmigt und den Steuerfuss auf 85 Prozent festgesetzt. Für Diskussionen sorgten vor allem die Anträge der vorberatenden Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission.

Die Badewiese Seegüetli soll attraktiver gemacht werden.
Die Badewiese Seegüetli soll attraktiver gemacht werden.
Archiv Sabine Rock

Über drei Stunden lang hat am Montag der Gemeinderat von Wädenswil den Voranschlag 2018 der Stadt diskutiert. In der Schlussabstimmung waren sich die Parlamentarier dann ziemlich einig. Sie genehmigten das Budget und den Steuerfuss von 85 Prozent mit nur einer Gegenstimme. Da die Oberstufenschule ihren Steuerfuss gesenkt hat, reduziert sich der Gesamtsteuerfuss von 106 auf 104 Prozent.

Der Voranschlag rechnet bei einem Aufwand von rund 175 Millionen und einem Ertrag von 171 Millionen Franken mit einem Minus von 4,3 Millionen Franken. «Die Finanzlage normalisiert sich ein Stück weit», konstatierte Finanzvorstand Peter Schuppli (FDP). Die Einnahmen entwickelten sich positiv und die Sparanstrengungen zeigten Wirkung. Die Präsidentin der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission des Gemeinderates, Christina Zurfluh Fräfel (SVP), sah es ähnlich. Es sei 2018 ein Wachstum zu erwarten und die Arbeitslosenzahlen gingen zurück. Die Zahlen des Seco untermauerten die Entspannung, die der Stadtrat feststelle, ein Stück weit, sagte sie. Das Sparen dürfe aber nicht aus dem Fokus verschwinden.

Bahnhöfli nicht sanieren

In der Budgetdebatte durchkreuzte der Gemeinderat die Pläne des Stadtrates teilweise. Er strich eine Investition von 390 000 Franken für die Sanierung des Restaurants Bahnhöfli in der Au. In der Au würden mit dem Gymnasium und der Überbauung Au-Park grosse Umstrukturierungen angestossen, argumentierte Gemeinderat Christoph Lehmann (SVP). Es sei falsch, 390 000 Franken auszugeben, ohne zu wissen, wie sich die Gegend entwickle.

Da nützte es nichts, dass sich sowohl Stadtrat Peter Schuppli wie Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) für die Investition und Sanierung engagierten. Schuppli sagte, dass die Stadt nicht acht bis zehn Jahre warten könne, bis die Kantonsschule eröffnet werde. Kutter mahnte, dass die Stadt mindestens 100 000 Franken benötigte, um wenigstens die Substanz des Gebäudes zu erhalten.

Zuvor hatte nämlich Ivo Peyer, Gemeinderat vom bürgerlichen Forum positives Wädenswil (BFPW) den Antrag gestellt, dass die Stadt 100 000 Franken für die nötigsten Ausgaben investiere. Auch wenn Sparen immer noch das Gebot der Stunde ist, hat der Gemeinderat eine nicht vorgesehene Investition ins Budget aufenommen. Die Stadt kann nun nächstes Jahr für 150 000 Franken einen Wasser-/Abwasseranschluss auf der städtischen Badewiese Seegüetli erstellen.

WC für das Seegüetli

Rita Hug, Gemeinderätin der Grünen, sagte, das Seegüetli sei zu einem Ort der Begegnung geworden. Die Toilette, welche die Grünen letzten Sommer installiert hätten, sei rege benützt worden. Es bestehe dort aber keine Möglichkeit, sich die Hände zu waschen, obwohl nebanan ein Kiosk betrieben werde. Die FDP unterstützte den Antrag. «Das Seegüetli machte eine Entwicklung», sagte er. Judith Fürst (SP) und Lukas Wiederkehr (CVP) hoben hervor, dass immer mehr Leute das Seegüetli benutzten und engagierte junge Leute dort einen Kiosk betrieben.

Genehmigt hat der Rat zudem 60 000 Franken, damit die Stadt die Verselbstständigung der Werke prüfen lassen kann. Allerdings muss der Stadtrat dafür noch eine Weisung ausarbeiten. Nach Stichentscheid des Ratspräsidenten Angelo Minutella (GLP) beschloss der Rat, 25 000 Franken für ein Verkehrssicherheitskonzept einzusetzen.

Die Diskussion um den Steuerfuss war wohl rekordmässig kurz. Der Stadtrat beantragte einen gleichbleibenden Satz von 85 Prozent. Die SP forderte 87 Prozent, um die Senkung der Oberstufenschule um 2 Prozentpunkte zu kompensieren. Vergeblich wies SP-Gemeinderat Christian Gross auf den tiefen Selbstfinanzierungsgrad von 31 Prozent hin. Der SP-Antrag hatte keine Chance.

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