Wädenswil

Stadtrat muss sich mit Velofahrern und Instagram befassen

Velofahrer sollen sicherer durch die Stadt fahren können und die Bevölkerung digital informiert werden. Das Parlament hat entsprechende Vorstösse diskutiert.

Der Langsamverkehr in Wädenswil soll gefördert werden – eine Ausweitung von Begegnungszonen hält der Stadtrat aber nicht für sinnvoll.

Der Langsamverkehr in Wädenswil soll gefördert werden – eine Ausweitung von Begegnungszonen hält der Stadtrat aber nicht für sinnvoll. Bild: Archiv Patrik Gutenberg

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Gemeinderat hat nebst den Jahresrechnungen 2018 der Stadt Wädenswil und der Gemeinden Hütten und Schönenberg diverse Vorstösse behandelt. Zu Diskussionen kam es beim Postulat der Grünen. Sie fordern Massnahmen zu Gunsten des Langsamverkehrs.

Gemeinderat Patrick Höhener bezog sich beim Postulat seiner Fraktion auf die Legislaturziele des Stadtrates, wonach das Angebot für Velos zwischen 2018 und 2022 ausgebaut werden soll. Die Bevölkerung soll nicht weitere Jahre auf die Umsetzung warten, «deshalb fordern wir, dass das Bauamt einen Massnahmenkatalog mit Verbesserungen erstellt», sagte Höhener. Die Grünen regen an, dass Einbahnstrassen für Fahrräder in beide Richtungen geöffnet werden sollen. Auch sollen die Begegnungszonen im Zentrum erweitert werden.

Der Stadtrat sei bereit, das Postulat entgegen zu nehmen, sagte Heini Hauser, Stadtrat Bauen und Planen (SVP). Allerdings stellte SVP-Gemeinderat Roy Schärer einen Ablehnungsantrag. Ein Massnahmenkatalog bestehe bereits, monierte er, man müsse diesen nur aus der Schublade ziehen. Er gab zu bedenken, dass in praktisch allen Quartieren 30er-Zonen existierten.

Eine Ausweitung von Begegnungszonen halte er nicht für sinnvoll. Der Verkehr würde sich in die Wohnquartiere verlagern. Als Fahrlehrer mache er aber die Erfahrung, dass seine Lernenden – und das gelte wahrscheinlich auch für andere Autofahrer – mit Fussgängerstreifen besser umgehen könnten als mit Begegnungszonen, wo vielen nicht klar sei, wer nun tatsächlich vortrittsberechtigt sei.

In Schönenberg gefährlich

Auch FDP-Gemeinderat Thomas Koch konnte dem Postulat nicht viel abgewinnen. «Der motorisierte Verkehr wird aus dem Zentrum verdrängt», kritisierte er. Es brauche keine weitere Massnahmen. Die Fraktion unterstütze das Postulat dennoch. «Wegen den neuen Ortsteilen», begründete Koch. In Schönenberg seien Schulkinder in gewissen Quartieren gefährdet. Das Postulat wurde schliesslich von allen ausser der SVP unterstützt und an den Stadtrat zur Bearbeitung überwiesen.

Ein kurze Diskussion kam auch beim Postulat der SP auf. Gemeinderätin Judith Fürst hatte angeregt, dass der Stadtrat seine Beschlüsse auf der Internetseite publizieren soll. Dem will er auch nachkommen, wie Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) festhielt. Dennoch war die Postulantin nicht rundum zufrieden. Sie würde es begrüssen wenn die Stadt soll auch auf den sozialen Medien wie Facebook und Instagram präsent wäre, um insbesondere ein jüngeres Publikum zu erreichen. Auch dies eine Idee, die der Stadtrat bereits auf dem Radar hat.

Einen Wechsel in der Gemeinderatsfraktion gibt es bei der CVP. Am Montag ist Volkan Dogu verabschiedet worden. Er ist im März 2015 in den Rat gewählt worden. Wer sein Nachfolger wird, ist noch nicht bekannt gegeben worden.

Erstellt: 18.06.2019, 15:56 Uhr

Artikel zum Thema

Drei Rechnungen an einer Sitzung genehmigt

Wädenswil Der Gemeinderat Wädenswil hat auch zu den Rechnungen von Hütten und Schönenberg Ja gesagt. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.