Horgen

Das Ortsmuseum soll für 3,4 Millionen Franken saniert werden

Im Mai stimmen die Horgnerinnen und Horgner über die Sanierung des Ortsmuseums Sust ab.

Das Ortsmuseum Sust in Horgen muss saniert werden – eine entsprechende Vorlage kommt an die Urne.

Das Ortsmuseum Sust in Horgen muss saniert werden – eine entsprechende Vorlage kommt an die Urne. Bild: Patrik Gutenberg

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Das Horgner Ortsmuseum gibt es seit dem Jahr 1957. Das Gebäude, in dem es untergebracht ist, ist aber eigentlich ein Museum und Zeitzeuge für sich. Das Sustgebäude an der heutigen Bahnhofstrasse 27 direkt am See ist seit 1525 dokumentiert. Nun will der Gemeinderat das Haus sanieren und umbauen – eine entsprechend heikle Aufgabe. «Beispielsweise ist die Rollstuhlgängigkeit in der Sust nicht gegeben», sagt der Horgner Gemeindeschreiber Felix Oberhänsli. «Darum soll ein Lift eingebaut werden.»

Das Umbau- und Sanierungsprojekt umfasst nebst dem Einbau einer Aufzugsanlage den Ersatz der Treppen am bestehenden Ort, den Fensterersatz, den Ausbau des Dachgeschosses zu einem Ausstellungsraum sowie die Erneuerung der WC-Anlagen und des Aufenthaltsbereichs.

Denkmalpflege involviert

Für den Stiftungsrat des Ortmuseums sind vor allem die Einrichtung des Lifts und die energetische Sanierung im obersten Geschoss wichtig. «Dies ist unser grösster ungeteilter Raum im Gebäude, den wir auch künftig für Ausstellungen und Vorträge nutzen wollen», sagt Stiftungsratspräsident Robert Urscheler. Der wichtigste Punkt für den Präsidenten sind aber Sicherheitsaspekte, die mit der Sanierung behoben würden: «Im Brandfall wäre eine Evakuierung über die enge Holztreppe sehr problematisch. Und gleichzeitig werden mit den Arbeiten auch die bereits über 10- bis 50-jährigen elektronischen Leitungen ersetzt.»

Am 19. Mai werden die Stimmbürger von Horgen über die Vorlage an der Urne abstimmen können. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 3,4 Millionen Franken. «Das sind die Bruttokosten», sagt Felix Oberhänsli. «Erfreulicherweise wird sich der Lotteriefonds ebenfalls mit einem Betrag von 500'000 Franken an den Kosten beteiligen.» Die hohen Ausgaben für die geplanten Arbeiten sind auch mit der Historie des Gebäudes zu erklären. «Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege erarbeitet», sagt Oberhänsli.

Wann die Arbeiten nach einem allfälligen Ja umgesetzt werden, ist unklar. «Diese Feinplanung beginnt, wenn wir wissen, dass das Projekt vom Souverän bewilligt ist», sagt Urscheler. Sicher ist aber, dass das Gebäude während der Arbeiten geräumt sein muss. «Die Ausstellungsobjekte werden für die Bauzeit in ein Depot verlegt.» Dieses müsse noch gefunden werden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.02.2019, 20:21 Uhr

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