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Das Hüttnerseeli wird zur Freilichtbühne

Die Badi am Hüttnerseeli ist im Wandel. Letztes Jahr vom «Bad am Hüttnersee» in eine «Freizeitanlage» ohne Aufsicht umfunktioniert, ist sie diesen Sommer Kulisse mehrerer kultureller Anlässe – dank dem Projekt Kultur­kuchen.

Sie haben viele Ideen, wie das Hüttnerseeli bespielt werden kann: Meryam Mokni, Christiaan Turk und Natascha Staub (von links).
Sie haben viele Ideen, wie das Hüttnerseeli bespielt werden kann: Meryam Mokni, Christiaan Turk und Natascha Staub (von links).
Sabine Rock

Das Hüttnerseeli, eingebettet in hügelige, grüne Landschaft, ist Anziehungspunkt für Badefreudige und Beizligäste. Ab der neuen Saison auch für kulturell Interessierte. Vor zwei Jahren erstmals angedacht, hat das Projekt Kulturkuchen in den vergangenen Monaten konkrete Konturen angenommen und ist nun bühnenreif. «Andere Open-Air-Veranstaltungen haben mich inspiriert», sagt der in Schönenberg wohnhafte Schauspieler und zum Clown ausgebildete Christiaan Turk. «Ich dachte mir, dass das Plätzli hier dazu geeignet wäre.»

Gemeinsam mit den beiden Wirtinnen des Restaurants am Hüttnersee, der Köchin Natascha Staub und der Restaurantfachfrau Meryam Mokni, hat er ein kulturelles Programm zusammengestellt, welches sich an unterschiedliche Bevölkerungsgruppen richtet.

Gesang, Theater und Tanz

Bis September findet monatlich ein Anlass statt. So wird die Badi am Hüttnersee den Sommer hindurch zum Schauplatz zweier lebendiger Jukeboxen, eines musikalischen Puppenspiels für die ganze Familie sowie eines Tango-Schnupperkurses mit anschlies­sendem Tango-Tanz­abend.

«Der Ort hier bietet eine wunderschöne Plattform für solche Veranstaltungen», sagt Meryam Mokni und betont, dass sämtliche Anlässe im Freien und nicht überdacht stattfinden. «Bei schlechtem Wetter informieren wir auf unserer Website über die Verschiebung.» Auch über die Telefonnummer des Restaurants sei in Erfahrung zu bringen, ob sie durchgeführt werde oder nicht.

Sie lassen sich versteigern

Auf den restlichen Betrieb hat das Programm des Kulturkuchens keinen Einfluss. «Die Badi und das Restaurant bleiben während der Veranstaltungen offen wie immer», sagt Natascha Staub.

Um den Kulturkuchen zu finanzieren, sind die drei auf die Unterstützung von Sponsoren angewiesen, sie führen aber auch ein Crowd­funding durch. So können Gäste Kulturkuchen-Getränke und -Speisen konsumieren, welche zugunsten des Projekts zu einem erhöhten Preis abgegeben werden. Und: Die drei Projektinitianten lassen sich versteigern. Der Startpreis von 200 Franken für Christiaan beinhaltet eine private Tangolektion für ein Paar oder eine kleine Gruppe, Natascha und Meryam bekochen bei einem Startpreis von 500 Franken gemeinsam jemanden zu Hause. Interessenten können den ganzen Sommer hindurch an der Kasse des Restaurants Gebote abgeben, der höchste gebotene Betrag wird jeweils auf einer Tafel ersichtlich sein.

Ob der Kulturkuchen nächstes Jahr erneut durchgeführt wird, ist noch ungewiss. «Wenn es gut läuft, können wir uns eine Fortsetzung vorstellen», sagt Turk. Derzeit steht für ihn jedoch die bevorstehende Saison im Vordergrund: «Diesen Sommer möchten wir einen schönen Ort durch kulturelle Anlässe bereichern.»

Samstag, 10. Juni, ab 16 Uhr:lebendige Jukebox; Samstag, 8. Juli, 14 und 16 Uhr: ­musikalisches Puppenspiel; Samstag, 26. August, ab 15.30 Uhr: Tango-Schnupperkurs, 17 Uhr: ­Tango-Tanzveranstaltung; Samstag, 16. September, ab 16 Uhr: lebendige Jukebox. Bei schlechter Witterung wird die Veranstaltung jeweils um einen Tag auf Sonntag verschoben. Weitere Informationen: 044 784 10 82 und www.schwalbenschlag.ch.

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