Au/Wädenswil

Damian Lynn singt in der Autogarage

Der Schweizer Singer-Songwriter Damian Lynn gibt am 7. September ein Konzert in der Ausee-Garage. Bei einem intimen Auftritt wie diesem sei er nicht weniger nervös als bei einem Konzert im Stade de Suisse, sagt er gegenüber der ZSZ.

Gelassen und bodenständig: Der Schweizer Singer-Songwriter Damian Lynn.

Gelassen und bodenständig: Der Schweizer Singer-Songwriter Damian Lynn. Bild: Sabine Rock

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Damian Lynns aktueller Song «When We Do It» mit dem unverwechselbaren Intro klingt nach US-Westküste oder London, dahinter steckt aber ein waschechter Luzerner. Aufgewachsen ist Damian Lingg, wie er mit bürgerlichem Namen heisst, mit Musik: «Mein Vater hatte 3000 CDs», erzählt er. Mit Blockflöte fing der kleine Damian an, stieg um auf Klavier, versuchte sich an der E-Gitarre und spielte dann fünf Jahre Schlagzeug. Sein Schlüsselerlebnis als Sänger hatte er mit neun Jahren: «Bei einem Konzert in der 4. Klasse sang ich ‹Eternal Flame›», erinnert er sich. Später spielte er in Schülerbands und begann, selber Songs zu schreiben. 2015 gewann er den Swiss Music Award.

«Pop mit eigenem Touch»

Bei allem Respekt vor Mundartkünstlern singt Lynn auf Englisch, weil sich ihm dadurch auch bessere Möglichkeiten eröffnen, international bekannt zu werden. Wenn es darum geht, seine Musik zu charakterisieren, winkt er ab: «Ich möchte nicht Begriffe aneinanderreihen, um meine Musik zu definieren. Klar mache ich grundsätzlich Pop, aber mit meinem eigenen Touch.»

Für Matthias Kost, den Musikchef bei Radio Zürisee, welches das Konzert am 7. September in der Ausee-Garage organisiert, ist der 26-jährige Lynn «ein guter Musiker, weil er echt ist, authentisch und geerdet». Damit passe er zur Radiostation, welche Wert lege auf «einfachen Sound, reduziert, anarchisch, rustikal. Darum findet das Konzert auch in einer Werkstatt statt.» Die Werkstatt der Ausee-Garage bietet das Ambiente: 100 Zuschauer dürfen einem intimen Konzert beiwohnen und den Künstler hautnah spüren.

Lynn strahlt Gelassenheit aus, ist bodenständig. «Ich habe grosse Ambitionen», räumt er ein, «möchte aber nachhaltige Musik machen. Ich bin nicht von gestern auf heute ‹explodiert›, möchte lieber von Jahr zu Jahr bekannter werden – step by step.»

Nah beim Publikum

Seine Träume reichen über die Landesgrenzen hinaus, und er arbeitet stetig an deren Verwirklichung: So tritt er an Festivals auf in der Schweiz und in Deutschland und wird im September am Newcomerfestival auf der Reeperbahn in Hamburg spielen. «Ich geniesse es, draussen zu singen, unter freiem Himmel, in der Abenddämmerung», schwärmt der Sänger. Lynn spielt aber auch in Clubs und Lokalen, auch mal in einer Kunsthalle, und jedes Mal ist das Konzerterlebnis wieder anders. «Wenn ich im Stade de Suisse vor 40 000 Leuten singe, bin ich nicht unbedingt nervöser als vor 100 in einer Garage.» Ein kleines Konzert hat auch seinen Reiz: «Da bin ich nah beim Publikum, und es herrscht eine spezielle Atmosphäre.»

Am 7. September wird ihn sein Schlagzeuger Marcel Munz begleiten; neu dabei ist der Multi-Instrumentalist Sebastian Meyer. Damian Lynn ist gespannt auf das Konzert in Wädenswil: «Da kann ich Neues ausprobieren und meine Songs auch akustisch spielen.»

Tickets unter www.radio.ch. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 04.09.2017, 16:27 Uhr

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