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CVP und GLP verteidigen in Kilchberg ihre Gemeinderatssitze

In Kilchberg bleibt alles beim Alten: Die fünf bisherigen Gemeinderäte sind alle wiedergewählt, die CVP und die GLP verteidigen ihre Gemeinderatssitze. Die Wahlbeteiligung war trotz No-Billag-Initiative eher bescheiden.

Von einem tollen Gefühl spricht Christian Benz (GLP) nach seiner Wahl in den Gemeinderat.
Von einem tollen Gefühl spricht Christian Benz (GLP) nach seiner Wahl in den Gemeinderat.
Patrick Gutenberg

Geduld war gefragt von den Kilchberger Gemeinderatskandidaten am Sonntag. Erst nach 16.30 Uhr wurden die Wahlresultate bekannt. Zu einer Überraschung ist es dabei nicht gekommen: Alle Bisherigen wurden wiedergewählt. Die CVP und die GLP – deren langjährige Gemeinderäte Lorenz Felder (CVP) und Judith Bellaiche (GLP) nicht mehr zur Wahl standen – verteidigten mit Max Charles Schneble (CVP) und Christian Benz (GLP) ihre Sitze.

Ökologisches und Soziales

Christian Benz rutschte auf dem letzten Platz in den Gemeinderat (1276 Stimmen) – er holte aber . Er zeigte sich im Anschluss an die Wahl sehr erfreut: «Es ist ein tolles Gefühl, ich freue mich sehr über die Wahl. Und ich bin stolz, dass ich für die GLP den Sitz behalten kann.» Die Partei stellt seit acht Jahren ein Exekutivmitglied.

Der 44-Jährige, der am Samstag Geburtstag feierte, zeigte sich am Wahlsonntag offen gegenüber allen Ressorts – nicht zuletzt im Bewusstsein, dass das Ancien­nitätsprinzip gilt. Das Geschäftsleitungsmitglied einer kleinen Vermögensverwaltung meint: «Ich kann überall meine Erfahrungen einbringen.»

Benz, der mit seiner Frau und seinen beiden schulpflichtigen Kindern in der Nähe der Schoggifabrik lebt, betont, dass er die ­Herausforderungen Kilchbergs nicht nur unter dem ökonomischen, sondern ebenso unter ökologischen und sozialen Aspekten angehen möchte. Er hofft ferner auf einen respektvollen und kooperativen Umgang in der Exe­kutive.

84 Stimmen mehr erreichte Max Charles Schneble (1360). Dem 38-jährigen Architekten, der sich letzten Sommer mit einem Büro in Kilchberg selbstständig gemacht hat, war die Anspannung der vergangenen Tage am Sonntag noch anzumerken. «Jetzt bin ich sehr erleichtert», sagte er nach Bekanntwerden des Resultats, «ich freue mich sehr, dass es geklappt hat und darauf, nun die nächsten Schritte zu planen.»

Dass er es geschafft hat, erklärt sich Schneble mit unterschiedlichen Faktoren. «Die Parteizugehörigkeit hat sicher geholfen, auch dass mich mein Vorgänger Lorenz Felder immer wieder unterstützt hat.» Auch glaubt er, mit seiner einfachen und bodenständigen Art gut anzukommen bei der Bevölkerung.

SVP erneut chancenlos

Auch Schneble zeigt sich offen, was sein künftiges Ressort angeht. «Ich fixiere mich auf nichts, ich muss mich überall einarbeiten.» Er verspricht aber, was auch immer er mache, mache er zu 100 Prozent. Seinen künftigen Gemeinderatskollegen stellt er in Aussicht: «Ich bin ein Teamplayer.»

Chancenlos war auch dieses Mal die Kandidatur der SVP – obwohl ihr Kandidat Nik Kunz enorme Präsenz auf Wahlplakaten markiert hatte. Zwar erreichte der 35-Jährige mit 922 Stimmen ebenfalls das absolute Mehr (838 Stimmen), er schied aber als überzählig aus. Er zeigte sich nach Bekanntwerden der Wahlresultate am Sonntagnachmittag enttäuscht, aber gefasst. «Wahrscheinlich war die grosse Wahlbeteiligung für mich als SVP-Kandidat eher ein Nachteil», wagte er einen Erklärungsversuch. Der Rechtsanwalt und Vater eines kleinen Jungen schliesst nicht aus, dass er sich wieder einmal für ein politisches Amt zur Verfügung stellt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. «Ich sage sicher nicht aus purer Enttäuschung: nie mehr.»

No Billag mobilisierte mehr

Der Grund, warum die Kilchberger relativ lange auf die Wahlresultate warten mussten, war die No-Billag-Initiative. Sie mobilisierte 64 Prozent der Stimmberechtigten. Die Beteiligung an den Wahlen war dagegen mit 47 Prozent vergleichsweise tief. Vor vier Jahren hatte sie 54 Prozent betragen.

Das beste Resultat aller Gemeinderäte erreichte mit 1716 Stimmen Martin Berger (ohne Partei). Seine Wiederwahl als Gemeindepräsident war ebenso unbestritten, 1536 von 1872 Stimmen entfielen auf ihn. Am zweitmeisten Stimmen erhielt Tina Neuenschwander (FDP).

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