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CVP kämpft mit Quereinsteigerin um einen zweiten Sitz im Stadtrat

Die CVP will einen zweiten Stadtratssitz zurückerobern. Neben dem Stadtpräsidenten Philipp Kutter schickt die Partei neu Alexia Bischof ins Rennen. Die Ladenbesitzerin ist politisch ein unbeschriebenes Blatt.

Ein neues Gesicht für die CVP: Alexia Bischof tritt neben dem Stadtpräsidenten Philipp Kutter zur Wahl als Stadträtin an.
Ein neues Gesicht für die CVP: Alexia Bischof tritt neben dem Stadtpräsidenten Philipp Kutter zur Wahl als Stadträtin an.
David Baer

Es kommt Bewegung in die Wädenswiler Stadtratswahlen. Denn die CVP hat neben dem amtierenden Stadtpräsidenten Philipp Kutter eine zweite Kandidatur aufgestellt. Die CVP hat Alexia Bischof offiziell zur Wahl nominiert. Die 49-Jährige, die seit ihrer Kindheit in Wädenswil lebt, ist eine politische Quereinsteigerin. Ein politisches Amt hatte die Unternehmerin, die einen Kinderladen in Wädenswil führt, bis jetzt noch nicht inne.

Trotzdem ist man sich bei der CVP sicher, eine geeignete Kandidatin gefunden zu haben, um den zweiten Sitz zurückzuerobern, den die Partei in den letzten Wahlen 2014 verloren hat. «Alexia Bischof ist die ideale Person für das Amt als Stadträtin, da sie eine Macherin ist, die sich auch dann engagiert, wenn es mühsam wird», sagt Parteipräsident Beat Wiederkehr. «Zudem ist sie bestens in Wädenswil verankert und hat ein offenes Ohr für die Anliegen der Leute.» Die politische Unerfahrenheit — verglichen etwa mit Walter Münch, dem langjährigen Gemeinderat, der für die FDP neu ins Rennen geht — mache Bischof durch ihre lokalen Kenntnisse wett.

Wahlkampf anheizen

Die CVP erhofft sich, durch die Nomination von Alexia Bischof frischen Wind in den Wädenswiler Stadtrat zu bringen. «Das Gremium ist ziemlich starr, einige der Stadträte sind schon seit Jahrzehnten im Amt», sagt Wiederkehr. «Bis jetzt waren die Erneuerungswahlen gähnend langweilig, mit der Kandidatur von Alexia Bischof wollen wir die Karten neu mischeln und den Wahlkampf endlich in Gang bringen.»

Den Entscheid, zu kandidieren, habe sich Alexia Bischof gründlich überlegt. «Ich habe mich immer sehr für Politik interessiert und war auch politisch aktiv, allerdings eher im Hintergrund», sagt die Kandidatin. «Erst jetzt, nach 15 Jahren Selbstständigkeit, traue ich mir zu, ein öffentliches Amt zu übernehmen und meine Ideen einzubringen.»

Ihre wichtigsten Anliegen seien ein gutes Einkaufsangebot und ein lebendiges Zentrum, sowie ein aktives und attraktives Gewerbe. «Ich bin der Meinung, dass der Angebotsmix aufgebessert werden könnte und das lokale Gewerbe stärker berücksichtigt werden sollte, wenn es um die Vergabe von öffentlichen Aufträgen geht», sagt sie. Neben dem Gewerbe will sich Bischof für intakte Naherholungsgebiete, bezahlbare Mieten, ein aktives Vereinsleben sowie gesunde Finanzen stark machen. «Mir ist es wichtig, dass die Leute auch in 50 Jahren noch gerne in Wädenswil leben und sich hier wohlfühlen», sagt Bischof.

Stadtpräsident Philipp Kutter, der neben Bischof für die CVP kandidiert, freut sich über die Kandidatur seiner Parteigenossin. «Alexia Bischof ist eine Teamplayerin, die nur so vor Ideen sprüht», sagt Kutter. «Zudem würde eine zweite Frau dem Stadtrat guttun.»

Kutter selbst geht mit Zuversicht in den Wahlkampf, obwohl ihm mit dem parteilosen Bruno Cogliati ein Konkurrent gegenübersteht. «Ich anerkenne die Kandidatur von Cogliati und finde es gut, dass die Wädenswiler jetzt eine echte Wahl haben.» Kutter selbst setzt bei seiner Kandidatur auf Beständigkeit. «Mit der Fusion mit Schönenberg und Hütten, der Zentrumserneuerung oder dem Au-Park sind noch viele Projekte offen, die ich gerne als Stadtpräsident weiterführen will», sagt er.

Parteien sind zurückhaltend

Mit der Kandidatur von Alexia Bischof kämpfen nun also neun Personen um die sieben Sitze im Wädenswiler Stadtrat. Neben den zwei CVP-Kandidaten und dem parteilosen Bruno Cogliati stellen sich sechs weiterere Kandidaten zur Wahl. Für die FDP treten die bisherige Astrid Furrer sowie Gemeinderat Walter Münch an, der den frei werdenden Sitz von Finanzvorstand Peter Schuppli verteidigen will.

Die SVP hat bei ihrer letzten Parteiversammlung beschlossen, nur den bisherigen Heini Hauser zu nominieren. «Wir unterstützen jedoch die Nomination von Walter Münch und stehen hinter den Kandidaten Astrid Furrer und Ernst Brupbacher», sagt Erich Schärer, Präsident der Wahlkommission.

Auch Jonas Erni (SP), Johannes Zollinger (EVP) und Ernst Brupbacher (BFPW) treten erneut an. Die GLP hat sich hingegen dazu entschieden, für die nächsten Stadtratswahlen aufgrund der fehlenden Unterstützung durch andere Parteien keinen Kandidaten aufzustellen.

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