Wädenswil

CVP holt sich den zweiten Sitz im Stadtrat von Wädenswil zurück

Alexia Bischof von der CVP und Walter Münch von der FDP sind beide neu in den Stadtrat von Wädenswil gewählt worden. Johannes Zollinger (EVP) ist als überzählig ausgeschieden. Die Stimmbeteiligung betrug 34 Prozent.

Der neue Stadtrat: Ernst Brupbacher (BFPW), Jonas Erni (SP), Astrid Furrer (FDP), Walter Münch (FDP), Alexia Bischof (CVP), Heini Hauser (SVP) und Philipp Kutter (CVP) (von links).

Der neue Stadtrat: Ernst Brupbacher (BFPW), Jonas Erni (SP), Astrid Furrer (FDP), Walter Münch (FDP), Alexia Bischof (CVP), Heini Hauser (SVP) und Philipp Kutter (CVP) (von links). Bild: Moritz Hager

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Überraschend verlief der Wahlsonntag zu den Stadtratswahlen in Wädenswil. Bei einer Stimmbeteiligung von 34 Prozent sind die neuen Kandidaten, Alexia Bischof (CVP) und Walter Münch (FDP), deutlich in den Stadtrat gewählt worden. Schulpräsident Johannes Zollinger (EVP) erreichte zwar das absolute Mehr, schied jedoch als überzählig aus.

Damit erhielt die CVP ihren zweiten Sitz, den sie vor vier Jahren an die FDP verloren hatte, zurück. Die FDP konnte ihre beiden Sitze verteidigen. Damit stellen die FDP und die CVP jeweils zwei Exekutivmitglieder. Die EVP ist in der nächsten Legislatur nicht mehr im Stadtrat vertreten.

Mit dem besten Resultat wieder in den Stadtrat gewählt wurde allen voran Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) mit 2880 Stimmen. Aber auch Jonas Erni (SP), Astrid Furrer (FDP) und Ernst (Grübi) Brupbacher (BfFPW) wurden komfortabel wiedergewählt. Ebenfalls in seinem Amt bestätigt wurde Heini Hauser (SVP).

Zwei Neue voller Zuversicht

Positiv überrascht zeigte sich die Quereinsteigerin Alexia Bischof über ihre Wahl in den Stadtrat. «Die letzten drei Monate habe ich sehr viel Zeit und Mühe in den Wahlkampf gesteckt», sagt sie. Nun falle die Anspannung von ihr ab. Dass viele sie von ihrem Kinderkleidergeschäft im Zentrum von Wädenswil her kennen, wertet sie als Bonus für ihre Wahl.

«Am Ende war es spannend», kommentiert Walter Münch, der seit 2012 im Gemeinderat politisierte, die Wahl. Auch er ist positiv überrascht und freut sich über die breite Unterstützung aus der Bevölkerung. Profitiert habe er von seiner Parteikollegin und Stadträtin Astrid Furrer, «einem Urgestein der Wädenswiler Politik». Zudem freue er sich, dass die bürgerliche Mehrheit weitergeführt werden könne.

Als «schön und betrüblich» bezeichnete Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) das Ergebnis der Stadtratswahl. Dass er das beste Resultat in der Stadtratswahl erzielt hat, schätze er sehr und bestätige ihn in seiner Arbeit. «Als erfreulich und riesigen Erfolg für die CVP erachte ich die Wahl von Alexia Bischof in den Stadtrat», sagt Kutter.

Hingegen bedauert er sehr, dass Johannes Zollinger den Stadtrat verlassen muss. «Ich habe ihn und seine Arbeit als Schulpräsident sehr geschätzt», sagt Kutter. Immerhin habe er 20 Jahre mit Zollinger zusammengearbeitet. «Einen solchen Abgang hat er nicht verdient», sagt Kutter.

Schulpräsident muss gehen

Zollinger selbst zeigte sich enttäuscht, aber gefasst zum Wahlausgang. Mit 83 Stimmen Abstand zu Heini Hauser schied er nach 21 Jahren als Schulpräsident als überzählig aus. «Ich habe für die Schule gemacht, was ich konnte, und ich habe es gerne gemacht», sagt Zollinger. Gerne hätte er die bevorstehende Fusion mit den Primarschulen in Schönenberg und Hütten noch begleitet.

Dennoch sei er zuversichtlich, denn die Schule sei mit der Schulpflege «gut unterwegs». Als Grund für seinen Ausschied aus dem Stadtrat vermutet er die zurückhaltende Werbung und dass sich die Wähler auf die drei neuen Kandidaten fokussiert hätten. Nur knapp, um 80 Stimmen, verpasste Bruno Cogliati, der als Politneuling versuchte, in den Stadtrat gewählt zu werden, das absolute Mehr. «Ich bin enttäuscht, dass es nicht gereicht hat», sagt er. Dennoch habe er Freude am Resultat.

Dass er am Ende nicht in den Stadtrat und als Stadtpräsident gewählt wurde, rechnet er seiner fehlenden Parteizugehörigkeit und der spärlichen Wahlwerbung zu. Cogliati sagt: «Ich werde die politische Türe damit noch nicht schliessen.» Er lässt aber offen, was dies bedeutet. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 15.04.2018, 22:13 Uhr

Wädenswil

SP wird stärkste Partei im Gemeinderat

Nicht mehr acht, sondern neu sechs Sitze hat die SVP im Wädenswiler Parlament inne. Die Gemeinderatswahlen, zu denen rund 34 Prozent der Wädenswiler Stimmberechtigten an die Urne gingen, haben bei der SVP zur grössten Veränderung in der Legislative geführt. Von den bisherigen acht SVP-Parlamentariern waren sechs erneut zur Wahl angetreten, von den neuen Kandidierenden ist gestern jedoch niemandem der Sprung ins Parlament gelungen.

Christina Zurfluh, Präsidentin der SVP Wädenswil, sieht den Trend bestätigt, wie er auch in anderen Gemeinden festzustellen ist: «Im Moment herrscht keine Pro-SVP-Stimmung». Zudem sei es eine grosse Herausforderung, einen hohen Wähleranteil zu halten. «Nun kann es nur noch aufwärts gehen», sagt Zurfluh.

Gleichstark wie die SVP wird die FDP im Gemeinderat vertreten sein. Sie konnte ihre sechs Sitze halten, bei den Parteivertretern ist es allerdings zu einem Wechsel gekommen. Walter Münch ist der Einzug in den Stadtrat gelungen, seinen Platz im Gemeinderat wird neu Cornelia Dätwyler einnehmen.

SP sieht sich bestätigt

Mit neu sieben Sitzen rückt die SP in der Legislatur 2018 bis 2022 an die Spitze im Gemeinderat. Alle ihre sechs bisherigen Vertreter sind wiedergewählt worden, als siebtes Mitglied stösst Monica Fahmy hinzu. Judith Fürst, seit diesem Monat Präsidentin der SP Wädenswil, sieht die Politik ihrer Partei bestätigt: «Wir wehren uns gegen die Sparpolitik. Offenbar unterstützen auch die Wähler diese Haltung.» Die Partei habe sich zum Ziel gesetzt, einen Sitz im Parlament hinzuzugewinnen, was ihr gelungen sei.

Auch die Grünen gehen gestärkt aus den Wahlen hervor. Nicht mehr drei, sondern vier Sitze wird die Partei künftig innehaben. Zu den drei Bisherigen wird mit Patrick Höhener ein viertes Mitglied der Grünen in den Gemeinderat hinzustossen.

Die EVP konnte ihre Sitze von zwei auf drei steigern. Zu ihren bisherigen Vertretern gesellt sich neu Urs Hauser.

Die GLP wird mit zwei Bisherigen weiterhin im Parlament vertreten sein, ihren dritten frei gewordenen Sitz konnte die Partei aber nicht verteidigen.

Für drei Parteien werden in der kommenden Legislatur dieselben Personen im Parlament vertreten sein wie bisher. So konnten alle vier CVP-Mitglieder ihre Sitze halten. Auch das BFPW verzeichnete keine Veränderung. Das Forum behält seine zwei Sitze mit denselben Politikern wie bisher. Und die EDU wird — ebenfalls wie bisher — mit einem Sitz im Wädenswiler Gemeinderat vertreten sein.

Marianne Bolt

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