Hirzel

Christliche Werte als führende Leitplanke

Der «Alt-Hirzler» Markus Rauber möchte sich in der fusionierten Kirchgemeinde Horgen-Hirzel engagieren. Er kandidiert als Newcomer für die Kirchenpflege und auch gleich für das Präsidium.

Markus Rauber spielt in Gottesdiensten auch die Orgel.

Markus Rauber spielt in Gottesdiensten auch die Orgel. Bild: Viviane Schwizer

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Markus Rauber, 40-jährig, ist Abteilungsleiter in einer Bank, verheiratet und Vater zweier schulpflichtiger Kinder. Seit zehn Jahren lebt der gebürtige Prättigauer mit seiner Familie auf dem Hirzel. In Dorf war er während rund neun Jahren Stiftungsrat in der Museums-Stiftung Hirzel, welche die Erinnerung an Johanna Spyri hochhält.

Von einem Einsatz in der Kirche ist in seinem Lebenslauf bisher kaum die Rede. Doch nun möchte Markus Rauber in der fusionierten Kirchgemeinde Horgen-Hirzel reformierter Kirchenpfleger werden. Mehr noch: Er kandidiert gleich fürs Präsidium. Rauber kann verstehen, dass der steile Einstieg in ein Kirchenmandat, wie er es sich wünscht, überrascht und vielleicht sogar ein wenig irritiert. Gerne erzählt er darum, dass ihm die reformierte Kirche gar nicht so fremd ist, wie es auf Anhieb scheint.

Schon als Kind hatte Markus Rauber über seinen Vater Kontakt zur Kirche, der im reformierten Kirchenvorstand in Saas im Prättigau sass, Hauptorganist in der Kirche war und bis heute den Kirchenchor leitet. Das interessierte den Buben: Schon als Fünfjähriger lernte er ebenfalls auf der Königin der Instrumente zu spielen. Seit dem 13. Lebensjahr spielt Markus Rauber regelmässig in Gottesdiensten die Orgel, aushilfsmässig auch im Hirzel.

Die christliche Botschaft als führende Hand

Auch inhaltlich ist für den heutigen Leiter des Business- und Vertriebsmanagements bei der Bank Linth die christliche Botschaft «eine führende Hand». Rauber dazu: «Die überlieferten Werte leiten mich an, das Gegenüber zu akzeptieren und zu unterstützen». Dabei sei die Kirche eine Vorreiterin. Sie ermögliche es, «in einer seltenen Vielfalt Gutes zu tun». Rauber plädiert für ein gelebtes Christentum im Alltag. Dabei betont er, wie wichtig für ihn die Teamarbeit ist.

Kirchlich engagiert hat sich Rauber bereits in der Pfarrwahl- und in der Rechnungsprüfungskommission in der Kirchgemeinde im Hirzel. Von der Findungskommission für die fusionierte Kirchgemeinde wurde er angefragt, ob er sich für ein Amt in der «neuen» Kirchenpflege Horgen zur Verfügung stelle. Nach reiflicher Überlegung sagte er zu, im Wissen dass ein grosser Umbruch ansteht: Von den elf amtierenden Kirchenpflegern in Horgen werden fünf, darunter auch Präsidentin Barbara Hew-Clerici, zurücktreten.

Vier neue Personen kandidieren, darunter neben Markus Rauber auch ein weiterer Mann vom Ortsteil Hirzel. Zwei werden aus dem Gebiet von Horgen, wie es sich bis Ende 2017 formierte, neu kandidieren. Von der jetzigen Kirchenpflege werden sechs Personen wieder antreten. Ein Sitz bleibt vermutlich unbesetzt.

«Kirche muss noch mehr als Einheit auftreten»

Markus Rauber ist überzeugt, über Qualifikationen zu verfügen, die ihm im neuen Amt in der kirchlichen Exekutive dienlich wären. Schon beruflich sei er in einer Schaltfunktion, die ein offenes, respektvolles und zielgerichtetes Arbeiten erfordere. Dieses Knowhow würde ihm auch als Kirchenpflegepräsident nützen. Er setzt auf Professionalität, sinnvollen Mitteleinsatz und innovative Ideen. In der Kirche würde er gerne «neue Ideen stemmen», ohne dabei Bewährtes über Bord zu werfen.

Markus Rauber ist überzeugt, dass die Kirche in Zukunft noch mehr als Einheit auftreten muss, um als Organisation zu überzeugen. In diesem Sinn sieht er die kirchliche Fusion der Kirchgemeinde Horgen und Hirzel als Herausforderung und als grosse Chance. Die Wahl der neuen Kirchenpflege am 4. März wird laut Markus Rauber ein Schritt in diese Zukunft sein. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 24.01.2018, 13:46 Uhr

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