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Bundesgericht bestätigt Urteil im Kilchberger Altersheim-Mordfall

Die Nachtschwester, die im Kilchberger Alterszentrum Hochweid eine 88-Jährige getötet hat, muss definitiv für 15 Jahre ins Gefängnis. Das Bundesgericht in Lausanne lehnt eine Beschwerde der 33-Jährigen ab.

Der Mordfall im Kilchberger Alterszentrum Hochweid löste eine Debatte um Sicherheit in Altersheimen aus. Das Bundesgericht hat nun das Urteil gegen die Nachtschwester, die eine 88-Jährige getötet hat, bestätigt. Die 33-Jährige muss definitiv für 15 Jahre ins Gefängnis.
Der Mordfall im Kilchberger Alterszentrum Hochweid löste eine Debatte um Sicherheit in Altersheimen aus. Das Bundesgericht hat nun das Urteil gegen die Nachtschwester, die eine 88-Jährige getötet hat, bestätigt. Die 33-Jährige muss definitiv für 15 Jahre ins Gefängnis.
Archiv Sabine Rock

Eine damals 31-jährige Nachtschwester und ihre damals 27-jährige Komplizin haben am 10. November 2013 im Alterszentrum Hochweid in Kilchberg eine 88-Jährige getötet und bestohlen. Dies befand zuerst das Bezirksgericht Horgen und im letzten Dezember das Zürcher Obergericht. Und nun kommt auch das Bundesgericht in Lausanne zu diesem Beschluss. Es weisst eine Beschwerde der angeklagten Nachtschwester zurück und bestätigt damit das Urteil der Vorinstanzen.

Für die höchsten Schweizer Richter scheint erwiesen, dass die beiden Frauen in der Dunkelheit des 10. Novembers mit einem Passepartoutschlüssel in das Zimmer der alten Dame eingedrungen sind. Die Jüngere der beiden Frauen drückte der Schlafenden das Tuch auf Mund und Nase, während die Ältere ihre Beine festhielt. Später wechselten sie die Positionen. Als sich die 88-Jährige nicht mehr bewegte, durchsuchten die Beschuldigten die Wohnung. Sie stahlen Schmuckstücke, Bargeld und eine Bankkarte. Danach zog es die beiden in den Ausgang – als wäre nichts geschehen. Nachdem zuerst beide Frauen die Tat zugaben, zog die Nachtschwester ihre Aussagen plötzlich wieder zurück und hält bis heute daran fest, dass sie unschuldig sei. Jedoch ohne Erfolg vor den Schranken - sämtliche Richter, vom Bezirksgericht Horgen über das Zürcher Obergericht bis nun auch zu den Bundesrichtern blieben unbeeindruckt.

Neues Gutachten gefordert

Das Obergericht sah die Nachtschwester gar als treibende Kraft hinter der Tat und verurteilte sie vor gut einem Jahr zu 15 Jahren Gefängnis. Die geständige Komplizin wurde mit 10,5 Jahren bestraft. Bereits kurz nach dem Urteil kündigte der Anwalt der Nachtschwester einen Weiterzug an. Dabei forderten sie hauptsächlich eine neues rechtsmedizinisches Gutachten, das belegen sollte, dass der Tod der alten Dame nicht durch Gewalt der Frauen zustande kam. Das Bundesgericht musste sich nun mit der Frage beschäftigen, ob das angefochtene Urteil aufgehoben werden soll und der Fall damit an die Vorinstanz zur neuen Beurteilung zurück geht.

Mit der Abweisung der Beschwerde ist nun klar, dass die Nachtschwester definitiv des Mordes und Raubes schuldig gesprochen ist und für 15 Jahre ins Gefängnis muss.

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