Horgen

Brücke für Badigäste könnte bereits 2020 fertig sein

Lange Wartezeiten am Bahnübergang Seegüetli ärgern Passanten und Autofahrer zugleich. Nun können die Horgner am 19. Mai über eine Passerelle abstimmen, welche die Situation entschärfen würde.

Der Bahnübergang Seegüetli, wie er heute aussieht.

Der Bahnübergang Seegüetli, wie er heute aussieht. Bild: Steve Springer

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Der Bahnübergang Seegüetli ist ein Ärgernis in Horgen. Dieser führt ab der Bushaltestelle Rietli bei den Gemeindewerken oder dem angrenzenden Parkhaus direkt zur Badi Käpfnach und wird deshalb im Sommer von zahlreichen Badegästen rege genutzt. Jedoch gibt es beim Bahnübergang lange Wartezeiten von bis zu 20 Minuten. Ist die Schranke dann für einmal oben, erschweren die vielen Passanten den Verkehrsfluss. So schliesst die Barriere teilweise bereits wieder, bevor alle Autos den Bahnübergang passieren konnten.

Die geplante Passerelle beim Bahnübergang Seegüetli erinnert an eine Z-Form, wie die Skizze zeigt. Foto: Steve Springer / zvg

Um die Situation zu verbessern, will der Horgner Gemeinderat nun ein Vorhaben in die Tat umsetzen, das bereits seit längerem geplant wird: Der Bau einer Passerelle für die Fussgänger. Am 19. Mai kommt eine entsprechende Vorlage über rund 3,2 Millionen Franken an die Urne. «Damit kann die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden im Bereich der heutigen Barriereanlage wesentlich verbessert und die langen Wartzeiten für nicht motorisierte Passanten umgangen werden», schreibt die Exekutive in einer Mitteilung.

Engmaschige Verhältnisse

Im letzten Sommer ging Gemeindepräsident Theo Leuthold (SVP) von Kosten in der Höhe von rund zwei Millionen Franken aus. Dass die effektiven Kosten nun höher ausfallen, ist laut dem zuständigen Gemeinderat, Tiefbauvorsteher Markus Uhlmann (GLP), gut zu begründen: «Damals handelte es sich um eine Grobkostenschätzung. Je detaillierter das Projekt ausgearbeitet wurde, desto klarer konnten auch die Kosten berechnet werden.»

Kostentreiber waren dabei vor allem die engmaschigen Verhältnisse für die geplante Passerelle in Z-Form. «Die unmittelbare Nähe zum See erfordert besondere Anforderungen an die Stabilität des Übergangs», sagt Uhlmann. Gleichzeitig musste man den Winkel des Auf- und Abgangs so berechnen, dass daraus kein steiler Anstieg resultierte - «aufgrund des Behindertengesetzes», wie Uhlmann weiter ausführt.

Stimmen die Horgnerinnen und Horgner am 19. Mai dem Vorhaben zu, sollen die Bauarbeiten bereits im Herbst beginnen. «Geplant ist, dass der Übergang auf die Badesaison im Jahr 2020 fertiggestellt ist», sagt Uhlmann. Er freue sich sehr auf diesen Moment: «Durch die nicht optimalen Verhältnisse beim Übergang kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen.» Werde das Projekt gutgeheissen, müsste man nur noch einen Sommer lang mit der erhöhten Gefahrenlage leben.

Weil Markus Uhlmann in der Nähe das Übergangs in Käpfnach wohnt, ist im das Projekt ein besonderes Anliegen. «Ich kann definitiv wieder ruhiger schlafen, wenn die Passerelle steht», sagt er. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.02.2019, 17:52 Uhr

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