Horgen

Beziehungskrise und Zickenterror in der Festhütte Käpfnach

Am 8. Juni startet die neue Komödie «Ein ungleiches Paar» der Theatertruppe T-Nünzg mit Beziehungskisten und drei neuen jungen Gesichtern.

«Ein ungleiches Paar» heisst das Theaterstück, für das die Gruppe T-Nünzg zurzeit probt.

«Ein ungleiches Paar» heisst das Theaterstück, für das die Gruppe T-Nünzg zurzeit probt. Bild: Sabine Rock

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In der Anfangsszene des Stücks «Ein ungleiches Paar» sitzt eine Frauenrunde um ein Brettspiel versammelt, bunt durchmischt in Alter und Outfit. Darunter sind bekannte Gesichter der Theatergruppe T-Nünzg zu sehen: allen voran Trudy Feller als «Dienst­älteste». Sie ist seit Anfang an ­dabei, als sich die Gruppe vom Dramatischen Verein abspaltete und sich 1990 als Theatergruppe ­T-Nünzg formierte. Daher rührt übrigens auch der Name.

Die für Insider als ausdrucksstark bekannte Annette Bernhard spielt zu ihrem eigenen Bedauern für einmal keine Hauptrolle, dafür aber eine energische Polizistin, die für einige Pointen sorgt. Protagonistin ist diesmal Patricia Klaus – köstlich stellt sie die gutmütige und schlampige Figur der Olivia dar.

Wieder dabei ist auch Christine Lehmann – die Ärztin aus der letztjährigen bitterbösen Organtransplantationskomödie von Lorenz Keiser. Und natürlich fehlt auch das Theatermitglied Peter Marty mit seiner unvergleichlichen Mimik nicht. Im Team sind die Rollen dieses Mal anders verteilt. «Wir haben drei neue junge Leute in der Truppe», freut sich Regisseur Otti Marty, der schon rund ein Dutzend Stücke mit T-Nünzg inszeniert hat. «Beim Casting haben wir die Besten ausgewählt.» Die Balletttänzerin Lorena Esposito spielt die zweite Hauptrolle. «Ich stehe zum ersten Mal auf der Theaterbühne», gesteht die 23-Jährige, die sich mit lauter Stimme und viel Charisma voll ins Zeug legt. Auch neu dabei sind Shemon Jenni – mit Jahrgang 2001 der Jüngste – und die 19-jährige Annika Leitner.

Ein ungleiches Paar

Seit Januar wird geprobt, zwei Abende pro Woche. «Sobald die Kulissen in der Festhütte Käpfnach stehen und die Technik funktioniert, finden sich die Schauspieler viel besser im Stück zurecht», beobachtet Alex Müller, der wieder das Bühnenbild gestaltet hat. Ende Mai wurden noch kleine Korrekturen an Licht und Maske durchgeführt. «Zu viel verändern dürfen wir aber nicht mehr, sonst entsteht Verwirrung», gibt der Bühnenbildner zu bedenken. Das gilt auch für den Text: Hier darf nicht improvisiert werden, «weil sonst die Einsätze nicht klappen», weiss die bewährte Schauspielerin Feller. «Ich warte immer auf mein Stichwort.» Die Theatergruppe spielt ohne Souffleuse. Der Regisseur legt darum grössten Wert darauf, dass alle ihren Text auswendig beherrschen.

Die Komödie «The Odd Couple» von Neil Simon, zu Deutsch «Ein ungleiches Paar», aus dem Jahre 1965 gilt als Meisterwerk. 2006 schrieb Simon die «female version», welche weltweit aufgeführt wird. Sie dreht sich um eine Frauenfreundschaft, die – wie es Beziehungen oft an sich haben – nicht ohne Reibungen verläuft. Es heisst ja bekanntlich, in der Not erkenne man die Freunde – aber manchmal erwächst, wie man in diesem Theaterstück sieht, aus lauter Hilfsbereitschaft neue Not.

Unerwartete Wendungen sorgen für Überraschungseffekte. ­T-Nünzg steht wieder für gute Unterhaltung, wie man sich das seit über 25 Jahren gewohnt ist.

Aufführungen: Morgen, 8. Juni ­(Premiere), 9., 13., 15., 16., 18., 19., 21. und 22. Juni, 20 Uhr, Festhütte Käpfnach, Horgen. Billette 23 Fr., telefonisch reservieren: 079 607 08 80 oder auf www.t-nuenzg.ch.

Erstellt: 06.06.2018, 16:51 Uhr

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