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Betrüger ergaunern zenhntausende Franken

Zwei ältere Frauen aus dem Bezirk Horgen und aus Zürich sind Opfer von Telefonbetrügern geworden, die sich als Microsoft-Servicemitarbeiter ausgaben. Die Geschädigten wurden um mehrere zehntausend Franken betrogen.

Die Polizei unternimmt erhebliche Anstrengungen, um Rentnerinnen und Rentner – wie hier in Rapperswil – vor den Gefahren durch Telefonbetrüger zu warnen. Wie die aktuellen Fälle zeigen, finden die Täter aber dennoch immer wieder Opfer.
Die Polizei unternimmt erhebliche Anstrengungen, um Rentnerinnen und Rentner – wie hier in Rapperswil – vor den Gefahren durch Telefonbetrüger zu warnen. Wie die aktuellen Fälle zeigen, finden die Täter aber dennoch immer wieder Opfer.
Archiv Sabine Rock

Bereits in Januar 2018 wurde eine 76-jährige Rentnerin aus dem Bezirk Horgen telefonisch von einem angeblichen Microsoft-Serviceangestellten kontaktiert. Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt, brachte der Unbekannte die Frau durch geschickte Gesprächsführung dazu, ihm mehrmals Zugriff auf ihren Computer zu gewähren, um das angeblich von Viren befallene Gerät zu reparieren.

Als Bezahlung für den geleisteten Dienst brachte der Betrüger die Dame dazu, iTunes-Wertkarten zu kaufen. So konnte er bewirken, dass die Geschädigte insgesamt rund 30'000 Franken verlor. Die Geschädigte zeigte den Fall erst kürzlich an, als sie den Verlust bemerkte.

Täter agieren wohl aus dem Ausland

In einem weiteren Fall von anfangs April ist eine 70-jährige Rentnerin betroffen. Sie bekam ebenfalls einen Anruf von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter. Wieder konnte der Unbekannte mehrmals auf den Computer der Geschädigten zugreifen. Und auch sie wurde angewiesen, als Bezahlung iTunes Wertkarten zu kaufen. Ausserdem gab die Geschädigte ihre Kreditkartendaten bekannt, mit denen der Betrüger zu seinen Gunsten eine Kryptowährung erwarb. Insgesamt ist die Rentnerin um rund 20'000 Franken betrogen worden und die Daten auf ihrem Computer wurden durch den Betrüger gelöscht.

Erste Ermittlungen ergaben, dass die Telefonnummern, von denen aus die Betrüger anriefen, gefälscht sind. Das nennt sich Spoofing in der Fachsprache. Die Nummern lauten auf unbeteiligte Personen. Die Spezialisten der Kantonspolizei Zürich gehen in einem Fall davon aus, dass die Täter sich im Ausland befinden.

Die Computer, die für die Betrüge eingesetzt wurden, sind über Internetadressen aus Indien betrieben worden, im anderen Fall sind die Daten noch nicht ausgewertet. Weitere Ermittlungen sind im Gang.

Die Polizei rät: Seien Sie misstrauisch bei Telefonanrufen von ihnen unbekannten Personen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein und geben Sie keine Bankdaten oder Kartendaten bekannt. Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie zur Kontrolle die angebliche Firma oder Organisation zurück. Melden Sie jeden Verdacht und jeden Vorfall der Polizei.

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