Wädenswil/Au

Einige Häuser bleiben nach Wasserrohrbruch unbewohnbar

Ein mehrere Meter langer Riss in einer Verbindungsleitung setzte ein ganzes Quartier in der Au unter Wasser. Die Aufräumarbeiten könnten noch mehrere Tage dauern.

Schwerstarbeit nach Rohrbruch: 22 Feuerwehrleute waren am Dienstag in der Au im Einsatz. Bis spät in die Nacht hinein pumpten sie Wasser aus Wohnungen, Garagen und Kellern.

Schwerstarbeit nach Rohrbruch: 22 Feuerwehrleute waren am Dienstag in der Au im Einsatz. Bis spät in die Nacht hinein pumpten sie Wasser aus Wohnungen, Garagen und Kellern. Bild: Christian Dietz-Saluz

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Die Aufräumarbeiten an der Alten Landstrasse in der Au sind in vollem Gange. Das Wasser, das aufgrund eines Rohrbruchs am Dienstagnachmittag das ganze Quartier überschwemmte, wurde in der Nacht auf Mittwoch abgepumpt. Mittlerweile sind zwei Mitarbeiter eines Bauunternehmens vor Ort dabei, das beschädigte Rohr freizulegen. Die Alte Landstrasse wurde auf Höhe der Hausnummer 129 komplett aufgerissen. Die Durchfahrt ist derzeit nicht möglich.

Hier nahm das Unglück am Dienstag seinen Lauf. Der Riss in der Wasserleitung ist deutlich zu erkennen. Video: Natalie Wenger

Verursacht wurde der Rohrschaden durch einen Längsriss in der Verbindungsleitung zwischen den zwei Seewasserwerken Hirsacker in Horgen und Appital in Au-Wädenswil. Der Riss ist mehrere Meter lang. Noch immer fliesst Wasser aus der Leitung. Mehrere Anwohner kommen am Tag nach dem Vorfall vorbei, um den Schaden zu begutachten. Eine Anwohnerin erzählt, dass ihre Garage mehrere Zentimeter tief unter Wasser stand. Doch ihre Nachbarn habe es noch schlimmer getroffen. Deren ganze Wohnung sei überflutet worden.

Das Wasser drang in Garagen, Keller und Wohnungen ein. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist aber hoch. Video: Christian Dietz-Saluz / Martin Steinegger.

Rohr muss ersetzt werden

«Warum das in die Jahre gekommene Rohr gebrochen ist, ist noch nicht geklärt», sagt der Wädenswiler Werkvorstand Ernst Brupbacher (BFPW). Oft entstünden Rohrbrüche aufgrund eines zu starken Druckes im Untergrund. Die Kälte habe keinen direkten Einfluss auf den Rohrbruch gehabt. «Die Leitung muss sicher auf einem Stück von rund 20 Metern komplett ersetzt werden», sagt Brupbacher. «Wir hoffen, dass die Reparaturarbeiten bis Ende Woche abgeschlossen werden können.»

22 Feuerwehrleute waren am Dienstag in der Au im Einsatz. Bis spät in die Nacht hinein pumpten sie Wasser aus Wohnungen, Garagen und Kellern. «Die Bedingungen für die Einsatzkräfte waren hart», sagt Ernst Brupbacher. Zum Teil standen die Feuerwehrleute bis zu den Hüften im kalten Wasser, die Kleider klatschnass. Aufgrund der Kälte mussten die Einsatzkräfte abgelöst werden.

Seewerke sollen bezahlen

Rund 15 Liegenschaften und Wohnungen im Quartier zwischen der Alten Landstrasse und der Unterortstrasse sind vom Rohrbruch betroffen. Mehrere Keller und Garagen standen unter Wasser. «Der grösste Schaden entstand wahrscheinlich an einem dreistöckigen Wohnhaus, in dem das Wasser in den mittleren Stock lief und das Erdgeschoss komplett mit Wasser gefüllt wurde», sagt Ernst Brupbacher. Beziffern lasse sich der Schaden aber bis jetzt noch nicht. «Wir werden zusammen mit der Versicherung bei den Betroffenen den Schaden aufnehmen», sagt der Stadtrat. Die Haftpflichtversicherung des Zweckverbandes Seewerke Hirsacker-Appital werde für die Schadensbehebung aufkommen.

Mehrere Wohnungen mussten evakuiert werden. Die Bewohner konnten zum Teil noch nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Stadt hat noch am Dienstag Ersatzquartiere für die betroffenen Personen organisiert. Das Stromnetz, das am Dienstag zwischenzeitlich abgestellt werden musste, ist aber mittlerweile wieder in Betrieb. Da der Rohrbruch an einer Verbindungsleitung passierte, war die Wasserversorgung des Quartiers nicht betroffen.

Erstellt: 23.01.2019, 15:00 Uhr

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