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Beat Husi würde nun doch auch das Amt des Gemeinderats bekleiden

Umdenken bei Beat Husi, der neben Reto Grau für das Langnauer Gemeindepräsidium kandidiert: er will nun auch als Gemeinderat amtieren, falls er nicht ins Präsidium gewählt wird.

Beat Husi (1995) ist seit 1995 Zürcher Staatsschreiber. Gleichzeitig steht er der Zürcher Regierung beratend und unterstützend zur Seite.
Beat Husi (1995) ist seit 1995 Zürcher Staatsschreiber. Gleichzeitig steht er der Zürcher Regierung beratend und unterstützend zur Seite.
zvg

Es ging ein Raunen durch Langnau, als Beat Husi im Juni in dieser Zeitung verkündete, dass er im kommenden Jahr für die CVP als Langnauer Gemeindepräsident kandidieren will. Einerseits, weil damit der aktuelle Zürcher Staatsschreiber – ein erfahrener und gut vernetzter Mann also – in die Lokalpolitik einsteigen will. Andererseits aber auch, weil Husi gleichzeitig anfügte, dass er nur für das Amt des Gemeindepräsidenten kandidiere und eine allfällige Wahl in den Gemeinderat nicht annehmen würde. Im Dorf hörte man vermehrt, dass diese Haltung als arrogant empfunden wird.

Nun hat Beat Husi seine Meinung geändert. «Ich werde auch das Amt des Gemeinderats annehmen, falls ich nicht als Gemeindepräsident gewählt werde», sagt er. Als Grund für seinen Sinneswandel gibt Husi die Re­aktionen aus der Bevölkerung an. «Viele Menschen sagten mir, sie hätten mich aufgrund meiner ­Erfahrung trotzdem gerne im ­Gemeinderat», sagt Husi. «Diese Gespräche und Begegnungen brachten mich zur Überzeugung, dass ich auch als Gemeinderat in dieser Behörde mit ihren zahl­reichen interessanten Themen etwas bewirken und mitgestalten kann.»

Gefahr für CVP

Tatsache ist aber auch, dass sich die Ausgangslage für den momentanen Staatsschreiber, der Ende Jahr pensioniert wird, im Oktober geändert hat. Da nämlich gab auch Reto Grau (FDP) seine Kandidatur für das Gemeindepräsidium bekannt. Grau ist als Finanzvorstand in Langnau gut vernetzt. Und für ihn war von Anfang an klar, dass er auch weiterhin im Gemeinderat aktiv sein will, sollte er bei der Wahl fürs Präsidium scheitern.

Beat Husi nimmt die Konkurrenz zur Kenntnis, will Reto Grau aber nicht als Grund für sein Umdenken wissen: «Mein Leistungsausweis spricht für mich. Ich ­habe die Entscheidung für mich selber getroffen.» Damit weist er auch die Vermutung zurück, dass seine Partei ebenfalls Druck ausgeübt haben könnte. Weil Husi den Platz des zurücktretenden Parteikollegen und Gemeindepräsidenten Peter Herzog verteidigen soll, besteht für die CVP nämlich die Gefahr, dass sie bei einer Nichtwahl den Sitz im Gemeinderat verliert.

Und was sagt Reto Grau zur neuen Ausgangslage? «Die Entscheidungen von Beat Husi haben keinen Einfluss auf meinen Wahlkampf», meint er. Er begrüsse, dass es zwei Kandidaten für das Langnauer Präsidium ­gebe und es zu keiner stillen Wahl komme.

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