Richterswil

Baustart für Begegnungszone im Dorfkern verzögert sich

Verhandlungen mit den direkten Anwohnern der künftigen Begegnungszone im Dorfkern dauern länger als erwartet. Damit verzögert sich der Baubeginn des Projekts Revitalisierung Dorfkern (RED).

Kreise im neuen Strassenbelag sollen sich wie Wellen vom Dorfplatz her durch den Dorfkern ausbreiten.

Kreise im neuen Strassenbelag sollen sich wie Wellen vom Dorfplatz her durch den Dorfkern ausbreiten. Bild: Visualisierung: aestudio

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Bis die Richterswiler durch die neue Begegnungszone im Dorfkern schlendern können, wird noch etwas Zeit verstreichen. Das Projekt Revitalisierung Dorfkern (RED) sollte im Frühjahr 2020 in Angriff genommen werden. Doch die Bagger werden erst im nächsten Jahr auffahren.

Grund sind die Verhandlungen mit den direkten Anwohnern, die laut Christian Stalder (SVP) Gemeinderat Werke, mehr Zeit in Anspruch nehmen als erwartet. Zwar habe der Gemeinderat überwiegend positive Rückmeldungen zu dem Projekt erhalten. Vereinzelt gab es aber auch Kritikpunkte.

Bevor die Gemeinde mit den Veränderungen im Dorfkern beginnen kann, muss sie erst die Anwohner bitten ihre Flächen ins RED zu integrieren. Die Rede ist von ein paar Quadratzentimeter bis zu einigen 100 Quadratmeter wie zum Beispiel vorm Coop und der ZKB. «Wir stehen noch mit drei Anwohnern in Verhandlungen», sagt Stalder. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, wollte er sich nicht weiter zum Inhalt der Verhandlungen äussern, hofft aber, dass diese spätestens nach den Sommerferien abgeschlossen sind.

Spannseile behinderten Hubretter

Nur knapp hat sich im Juni des vergangenen Jahres die Mehrheit der Richterswiler Stimmbürger für eine Revitalisierung des Dorfkerns ausgesprochen. Das Projekt beinhaltet im Radius der Dorf-, Post- und Dorfbachstrasse eine Begegnungszone mit 20 km/h Höchstgeschwindigkeit, in der die Fussgänger die gesamte Verkehrsfläche benutzen dürfen und Vortritt vor den Autos geniessen.

Konzentrische Kreise im Strassenbelag, welche sich wie Wellen vom Dorfplatz her durch den Dorfkern ausbreiten, sollen nicht nur die Dorfstruktur und die Begegnungszone sichtbar machen, sondern auch die Nähe zum See verdeutlichen. Die Gemeinde möchte damit den Dorfkern für Passanten attraktiver machen. Die heutige Strassenraumgestaltung stammt aus einer Zeit, als noch der gesamte Verkehr durch den Dorfkern führte. Alle heute vorhandenen Parkplätze sollen erhalten bleiben.

Das drei Millionen Franken teure Projekt, an dem sich der Kanton mit 450'000 Franken beteiligt, erntete jedoch auch Kritik. «Bemängelt wurde von der Bevölkerung das Material der Beleuchtung», sagt Christian Stalder. Der Anteil von Platikmaterialien am Beleuchtungsring sei sehr hoch gewesen, was nicht gut angekommen sei.

Das EKZ habe nun neue Vorschläge gemacht. Zudem habe das EKZ neu ausgemessen, wo sich die idealen Punkte für die Beleuchtung befinden. «Die Spannseile dürfen der Feuerwehr nicht im Weg sein, denn sie muss mit dem Hubretter auch Brände in der Storchengasse löschen können», merkt Stalder an. Ausserdem sollen die Leuchten auch in 10 Jahren noch erhältlich sein.

Route wird an Dorfkern vorbeiführen

Unklar sei der Bevölkerung auch gewesen, ob die Werkleitungen ersetzt werden. «Es gilt zu verhindern, dass der Boden nach der Fertigstellung erneut aufgerissen werden muss», sagt Stalder. Daher werde die Gemeinde alle Werkleitungen, die ihr Lebensende erreicht haben, ersetzen.

Bezüglich Parkplätze seien laut Stalder keine Überraschungen zu befürchten: «Kein Parkplatz fällt weg.» Unerwünscht sei jedoch Durchgangsverkehr im Dorfkern. «Daher haben wir eine Anpassung des GPS beantragt. Die Route durch den Dorfkern wird damit zukünftig nicht mehr im Navigationssystem angezeigt», sagt Stalder.

Sobald die Ingenieure die Parimeter festgelegt haben, könne mit der Submissionsvergabe der Baumeister begonnen werden. Die Gemeinde rechnet gemäss Kostenvoranschlag mit rund 1,5 Millionen Franken. Danach werde das Bauprogramm festgesetzt. Stalder rechnet mit einer Bauzeit von einem Jahr.

Erstellt: 16.07.2019, 17:07 Uhr

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