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Ausschaffung einer tschetschenischen Familie abgebrochen

Eine tschetschenische Familie aus Kilchberg hätte gestern ausgeschafft werden sollen. Am Flughafen Zürich setzten sie sich zur Wehr. Mit Erfolg.

Die sechsköpfige tschetschenische Familie bleibt vorläufig in ihrer Wohnung in Kilchberg.
Die sechsköpfige tschetschenische Familie bleibt vorläufig in ihrer Wohnung in Kilchberg.
Screenshot, SRF

Auf Geheiss des Migrationsamts Zürich sollte gestern Morgen eine Familie aus Kilchberg wegen einem negativen Asylentscheid ausgeschafft werden. Die sechsköpfige Familie widersetzte sich am Flughafen Zürich aber, worauf die Polizei die Ausschaffung abbrechen musste.

Gemäss der 11-jährigen Tochter standen um 4 Uhr morgens Polizisten vor der Türe und forderten die Familie auf, zu packen. Am Flughafen stand ein Flugzeug für die Familie bereit, das sie nach Tschetschenien zurückführen sollte. Die Mutter weigerte sich aber einzusteigen. Das Migrationsamt des Kantons Zürich bestätigt den Abbruch gegenüber «Schweiz aktuell»: «Die Ausschaffung konnte nicht vollzogen werden, weil sich die Familie mittels renitentem Verhalten der Rückführung widersetzt hat.»

Mittlerweile ist die Familie zurück in Kilchberg. Das Migrationsamt gibt keine Auskunft darüber, wie es in diesem konkreten Fall weiterverfährt. Die tschetschenische Familie mit zwei Töchtern und zwei Söhnen lebt seit knapp vier Jahren in Kilchberg und gilt dort als gut integriert. Gegen den mehrfach abgewiesenen Asylantrag und die drohende Ausschaffung wehrt sich ein Kollektiv aus Bewohnern von Kilchberg.

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