Richterswil

Ausbau des Schulhaus Feld kommt an die Urne

Am 10. Februar sollen die Stimmbürger von Richterswil über die Aufstockung und Sanierung des Schulhauses Feld befinden. Der Gemeinderat rechnet sich hohe Chancen aus, dass der Baukredit von 7.6 Millionen Franken genehmigt wird.

Die Schulanlage Feld in Richterswil braucht mehr Platz. Um diesen zu generieren, will die Gemeinde eine Aufstockung.

Die Schulanlage Feld in Richterswil braucht mehr Platz. Um diesen zu generieren, will die Gemeinde eine Aufstockung. Bild: Archiv Michael Trost

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Es tut sich was rund um das Schulhaus Feld in Richterswil. Erst Ende August genehmigte der Gemeinderat einen Planungskredit von 145 000 Franken für die zukünftige Gestaltung des Schulhauses. Vor Kurzem hat der Gemeinderat eine Weisung für die Aufstockung und Sanierung des Schulhauses Feld 1 sowie für die Erweiterung des Schülerhorts im Schulhaus Feld 2 publiziert. Am 10. Februar sollen die Stimmbürger über einen Ausführungskredit von 7.6 Millionen Franken befinden. Dann nämlich kommt das Geschäft bereits an die Urne.

«Wir sind sehr sportlich unterwegs», sagt Evelyn Meuter, SVP-Gemeinderätin und Vorsteherin des Ressorts Liegenschaften. Die stark ansteigenden Schülerzahlen würden jedoch eine rasche Lösung erfordern. «Das Schulhaus Feld platzt aus allen Nähten», sagt Meuter. Bereits für das kommende Schuljahr 2019/2020 fehle ein Klassenraum, bis 2021 rechnet der Gemeinderat gar mit drei Klassen mehr. «Ein Ausbau ist also dringend nötig, auch wenn der Neubau im Schulhaus Töss etwas zur Entspannung der Situation beiträgt», sagt die Gemeinderätin.

Synergien nutzen

Dem Platzproblem soll mit der Aufstockung des Schulhauses Feld 1 um zwei Etagen entgegengewirkt werden. Insgesamt entsteht so eine neue Fläche von 1542 Quadratmetern. Geplant sind unter anderem mehrere Schulzimmer, ein Musikraum, sowie mehrere Gruppenräume. «Letztere sind besonders wichtig», sagt Evelyn Meuter. «Denn bisher gab es im Schulhaus Feld 1 keine solche Räume, wodurch die gesetzliche Vorschrift nicht erfüllt wurde.» Der Ausbau des Schulhauses berücksichtigt das längerfristige Bevölkerungswachstum in Richterswil. Eingeplant sind nämlich Raumreserven von rund 300 Quadratmetern, die bei Bedarf in den Schulbetrieb integriert werden können.

«Wir hoffen, dass die Heizung diesen Winter noch übersteht.»Evelyn Meuter, SVP-Gemeinderätin und Vorsteherin des Ressorts Liegenschaften

Neben der Aufstockung sind im Schulhaus mehrere Sanierungsmassnahmen geplant. Die Fassade, inklusive Fenster und Sonnenschutz, die Sanitär- und Elektroinstallationen, sowie das Dach müssen saniert werden. Zudem sollen eine Liftanlage sowie eine neue Heizungsanlage eingebaut werden. Die Heizung ist 26 Jahre alt und bereits mehrfach ausgefallen. «Wir hoffen, dass die Heizung diesen Winter noch übersteht», sagt Meuter. Denn eine Zwischenlösung gibt es keine. Fiele die Heizung aus, entstünden deutliche Mehrkosten durch Reparaturarbeiten. Die Heizung bereits jetzt zu sanieren macht aber in den Augen der Gemeinderätin wenig Sinn. Denn Leistung und Verbrauch der Heizung hängen direkt vom Wärmeverlust der Gebäudehülle ab.

Für die Aufstockung und die Sanierung des Gebäudes können bautechnische Synergien genutzt werden, da gemeinsame Kosten für Baustelleneinrichtung, Gerüst und Dacheindeckung entstehen. Die Ausbaukosten für den neuen Schulraum werden dadurch deutlich reduziert. Insgesamt rechnet der Gemeinderat mit Kosten von rund vier Millionen für die Aufstockung allein.

Umzug der Verwaltung

Auch im Schulhaus Feld 2 sind gewisse Bauarbeiten geplant. Da die Kapazitätsgrenze des Schülerhorts bereits überschritten ist, muss neuer Raum geschaffen werden. Laut dem Gemeinderat braucht es in der Schulanlage Feld mittelfristig Platz für 70 Hortkinder pro Tag, heute wird der Hort von 52 Kindern genutzt. Da aber geplant ist, dass die Verwaltung in die neuen Etagen im Schulhaus Feld 1 umziehen, könnte die nötige Hortfläche geschaffen werden. «Durch den Umzug der Verwaltungen halten sich die baulichen Massnahmen in Grenzen», sagt Meuter. Denn die gesamte Infrastruktur des Hortes könnte übernommen werden. Neben der kindergerechten Umgestaltung der frei werdenden Fläche ist eine Vergrösserung des Spiel-und Aufenthaltsraums sowie die Schaffung von Ruhezonen geplant.

Der Gemeinderat rechnet laut der Liegenschaftsvorsteherin dem Geschäft an der Urne gute Chancen aus. Sollte der Kredit von 7.6 Millionen von den Stimmbürgern genehmigt werden, würde bereits im Sommer 2019 mit den Bauarbeiten begonnen. Die Ambitionen bestehen, dass die Arbeiten bereits 2020 fertiggestellt werden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 09.01.2019, 15:47 Uhr

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