Wädenswil

Auf Patrouillenfahrt mit dem Elektroauto

Die Wädenswiler Stadtpolizei verfügt seit ein paar Tagen über das erste vollelektrische Polizeiauto im Kanton.

Jonas Erni, Robin Häusermann, Martin Heer und Hans Steinbach bei der Übergabe des Elektrofahrzeugs.

Jonas Erni, Robin Häusermann, Martin Heer und Hans Steinbach bei der Übergabe des Elektrofahrzeugs. Bild: André Springer

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Martin Heer, Chef der Stadtpolizei Wädenswil, fährt am Freitag das E-Mobil-Polizeiauto, einen BMW i3, zur Präsentation vor die Seeblick-Garage in Samstagern. Für die Fotosession fährt er nochmals los. Das Elektroauto bewegt sich völlig lautlos. Es hält bei einer Baumgruppe an – ein passender Hintergrund, um das «grüne» Auto zu fotografieren. «Wir bekamen es von BMW zu einem vorteilhaften Preis», sagt Robin Häusermann, Fahrzeugverantwortlicher bei der Stapo Wädenswil.

Wir bauten das Heck aus, setzten Blaulichter und die Leuchtmatrix «Stop Polizei» ein. Schliesslich sei die «Kriegsbemalung» dazugekommen, wie es Häusermann ausdrückt. Streifenförmig verpasste man dem schnittigen Wagen rote und weisse Flächen. Einzelne Teile sind blau gehalten. Bequem und geräumig sitzt man am Steuer des Automaten. Man erkennt Funk, Knöpfe fürs Blaulicht und für die Sirene am Heck.

Ab sofort einsatzbereit

Wichtigstes Teil am Armaturenbrett ist das Display, das die restliche Reichweite anzeigt, bis zur Ladestation gefahren werden muss. 149 km zeigt die Reserve an. «Werden Blaulicht, Heizung oder Klimaanlage eingeschaltet, fällt der Wert», sagt Heer. Vollständig aufgeladen, betrage die Reichweite 250 Kilometer. «Fahren wir Patrouille, legen wir pro Tag rund 150 Kilometer zurück.»

Einsatzbereit ist das E-Mobil ab sofort. Es wird für Ersteinsätze gebraucht, bei Unfällen oder für das Absperren an einem Tatort. «Auch ein Auto zu verfolgen, ist möglich», ergänzt Heer. Bei 150 km/h sei die Höchstgeschwindigkeit aber erreicht. Auch die Stadtpolizei Adliswil testete vor drei Jahren ein Elektroauto. Es wurde aber für polizeiliche Nebenaufgaben wie Quartierpatrouillen oder das Leeren der Parkuhren eingesetzt.

Vorbildlicher ökologischer Fussabdruck

«Das E-Mobil kommt dem Lärmschutz in den Quartieren zugute und ist umweltfreundlicher als herkömmliche Polizeifahrzeuge mit Verbrennungsmotor», betont der Wädenswiler Stadtrat und Polizeivorsteher Jonas Erni (SP). Er begrüsse es, dass die Polizei nun ein solches Fahrzeug einsetzt, sagt der Umweltingenieur. Hans Steinbach, für BMW Schweiz mit Sitz in Dielsdorf tätig, betonte ebenfalls die ökologische Seite des Fahrzeugs. «Es kommt aus einem Werk in Leipzig, das mit Windkraft betrieben wird. Was die Detailverarbeitung betreffe – wie das Einsetzen von Verstrebungen – basiere alles auf Recycling.

Erstellt: 18.05.2019, 09:06 Uhr

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