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Arbeiten laufen rund um die Uhr

Der Unfall auf der SOB-Strecke Samstagern-Wädenswil vom Donnerstag hat Sachschaden in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken verursacht. Die Aufräumarbeiten kommen planmässig voran .

Die Unfallstelle in der Nähe des Bahnhofs Grüenfeld ist geräumt. Insgesamt müssen rund 300 Meter Bahnstrecke komplett erneuert werden.
Die Unfallstelle in der Nähe des Bahnhofs Grüenfeld ist geräumt. Insgesamt müssen rund 300 Meter Bahnstrecke komplett erneuert werden.
Christian Dietz-Saluz

Einen Tag nach dem Bahnunglück unterhalb der Station Samstagern ist die Unfallstelle schon leergeräumt. Sowohl der Bauzug als auch der Baggern, den dieser am frühen Donnerstagmorgen rammte, sind abtransportiert worden. Auch die Schienen auf dem rund 300 Meter langen Abschnitt vor der Station Grüenfeld fehlen im Schotterbett.

Lediglich die bizarr verbogenen Strommasten zeugen noch von der Wucht der Kollision. Schon liegt das Ersatzmaterial auf dem Perron der Haltestelle parat zur Montage: Eine grosse Kabelrolle mit Kupferdrähten für den Ersatz der heruntergerissenen Oberleitung und Stahlträger für die neuen Masten.

Strecke komplett erneuern

Unterdessen lässt sich der Schaden abschätzen. SOB-Mediensprecherin Ursel Kälin beziffert ihn vorsichtig auf «mehrere hunderttausend Franken». Es könnte aber noch teurer kommen, spricht sie die vielen Arbeitsgänge an, die zur Wiederinstandsetzung der beschädigten Gleise und der Bahninfrastruktur nötig sind. «Wir müssen über 300 Meter Bahnstrecke komplett erneuern», sagt Kälin.

«Wir müssen über 300 Meter Bahnstrecke komplett erneuern.»

Ursel Kälin, SOB-Mediensprecherin

Die Mediensprecherin bittet die Anwohner um Nachsicht für die Lärmbelästigung. «Die Arbeiten müssen rund um die Uhr durchgeführt werden.» Derzeit rechnet die SOB mit der Betriebsaufnahme des Bahnverkehrs am Montagmorgen. Bis dahin übernehmen zwischen den Bahnhöfen Samstagern und Wädenswil Busse den Ersatzverkehr für die S13.

Unfallursache noch unklar

Noch in Abklärung ist die Unfallursache. Im Vordergrund steht mangelnde Bremswirkung im Bauzug, der den Bagger fast ungebremst im steilsten Stück der Strecke erfasste und rund 300 Meter vor sich herschob. Ob der Zug wegen eines technischen Defekts oder ungenügender Bedienung der Bremsen unkontrollierbar wurde, klärt die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) ab.

Bei dem Unfall wurde ein Bauarbeiter leicht verletzt, zwei blieben unversehrt.

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