Wädenswil

André Zürrer ist höchster Wädenswiler

Der Gemeinderat hat am Montagabend den SVP-Parlamentarier André Zürrer mit 31 Stimmen zu seinem Präsidenten gewählt.

Gemeinderatspräsident André Zürrer (SVP) führt das Wädenswiler Parlament ein Jahr lang.

Gemeinderatspräsident André Zürrer (SVP) führt das Wädenswiler Parlament ein Jahr lang. Bild: André Springer

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Das Wädenswiler Ratspräsidium ist jetzt ganz in bürgerlicher Männerhand. 31 von den 34 anwesenden Parlamentarierinnen und Parlamentariern haben den Namen von André Zürrer (SVP) auf den Wahlzettel für das Gemeinderatspräsidium geschrieben. Zum ersten Vizepräsidenten wählte das Parlament Ernst Grand (FDP) mit 32 Stimmen. Neu auf dem Bock ist EDU-Vertreter Bruno Zürcher als zweiter Vizepräsident. Er erhielt 31 Stimmen.

Der neue Gemeinderatspräsident ist im Elternhaus politisiert worden. Mit seinem Vater, einem langjährigen Wädenswiler CVP-Gemeinderat, habe er stundenlang diskutiert, verriet er in seiner Antrittsrede. Sie seien nicht immer gleicher Meinung gewesen, hätten aber nach Lösungen und Kompromissen gesucht. «So bin ich zu dem Pragmatiker geworden, der ich bin.» Diesem Credo will André Zürrer als Präsident treu bleiben. Er wolle in seiner einjährigen Amtszeit für sachbezogene Diskussionen sorgen, pragmatische Lösungen ermöglichen und den respektvollen Umgang fördern. In einer Stadt mit einer Fasnachtstradition dürfe der Witz nicht fehlen.

Stimme für den Berg

André Zürrer ist der erste Ratspräsident, der nach der Eingemeindung von Schönenberg und Hütten gewählt wurde. Als Schönenberger Bürger könne er den Einwohnern der beiden Berggemeinden eine Stimme im Rat geben. Sie konnten sich bei den Wahlen vor einem Jahr nicht beteiligen, weil vier Schönenberger mit einem Rekurs die Eingemeindung um ein Jahr verzögert hatten.

Die verzögerte Gemeindefusion war auch ein Thema in Beatrice Gmürs Abschiedsrede. Auch die SP-Politikerin gab ihrer Enttäuschung Ausdruck, dass die Berggemeinden keine Vertretung in den Gemeinderat wählen konnten. «Es ist deshalb ein Auftrag an die aktuellen Parlamentsmitglieder, die Bevölkerung vom Berg im Blick zu behalten», mahnte sie.

Präsidentin stimmte mit

Beatrice Gmür hatte bei ihrer Wahl vor einem Jahr eine Änderung im Stimmverhalten angekündigt. Anders als ihre Vorgänger stimmte sie jeweils mit, was dem Präsidenten zwar zusteht, zuvor aber nicht genutzt wurde.

Sie ziehe eine positive Bilanz, hielt Beatrice Gmür fest. Es hätten Stichentscheide verhindert werden können. Das Resultat wäre zwar das gleiche gewesen, es habe aber weniger Unruhe im Ratsbetrieb gegeben. Ob der neue Ratspräsident dies gleich handhabt, zeigt sich an der nächsten Ratssitzung. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 18.03.2019, 21:34 Uhr

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