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Als Thalwil eine Seiden-Grossstadt war

Wer weiss noch, dass im Areal Isisbühl nahe beim Bahnhof Thalwil bis 1970 Webstühle ratterten? Zwei Historiker vermitteln Ortsgeschichte aus erster Hand.

Die Fabrik Robt. Schwarzenbach & Co. AG in Thalwil zirka 1935.
Die Fabrik Robt. Schwarzenbach & Co. AG in Thalwil zirka 1935.
Foto: Firmenarchiv Schwarzenbach, Zentralbibliothe
Eine Lithografie der Spinnerei, Weberei und Druckerei der Gebrüder Schmid um ca. 1850.
Eine Lithografie der Spinnerei, Weberei und Druckerei der Gebrüder Schmid um ca. 1850.
Foto: Firmenarchiv Schwarzenbach, Zentralbibliothe
Thalwil um 1899 mit Fabrikbauten von Heer & Co.
Thalwil um 1899 mit Fabrikbauten von Heer & Co.
Foto: Firmenarchiv Schwarzenbach, Zentralbibliothe
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«Verwoben», das Thema der Kulturtage, führt auch in die Vergangenheit, als Thalwil ein produktiver Standort der Zürcher Seidenindustrie war und von hier Seide in alle Welt exportiert worden ist. Dort, wo einst die schönsten Muster entworfen und gewebt worden sind, wird heute seenahe gewohnt.

Wer von der jüngeren Generation weiss noch, dass im Areal Isisbühl nahe beim Bahnhof bis 1970 Webstühle ratterten und zuletzt noch 260 Mitarbeitende tätig waren. Oder dass im Gebiet Marbach bei Schwarzenbach in den siebziger Jahren noch schwarze Seide für Tschadors gewebt wurde. Beide Firmen mit seenahem Standort, denn im 19. Jahrhundert erfolgte der Transport der Waren noch über Schiffe. Das ändert sich mit der Einführung der linksufrigen Bahnlinie 1875.

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