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Äthiopierin zieht Strafe in der Schweiz der Rückkehr in ihre Heimat vor

Eine 30-jährige Äthiopierin müsste die Schweiz verlassen, weil ihr Asylgesuch abgelehnt wurde. Weil sie das nicht tut, ist sie schon zum zweiten Mal verurteilt worden. Der Horgner Richter verdoppelt die geforderte Freiheitsstrafe.

Pascal Jäggi
Eine Äthiopierin lebt seit 2011 in der Schweiz, zuletzt in der Notunterkunft Adliswil. 2014 wurde ihr beschie­den, sie müsse ausreisen. Sie will nicht zurück, weil sie um ihr Leben fürchtet. Die Behörden glauben ihr nicht.
Eine Äthiopierin lebt seit 2011 in der Schweiz, zuletzt in der Notunterkunft Adliswil. 2014 wurde ihr beschie­den, sie müsse ausreisen. Sie will nicht zurück, weil sie um ihr Leben fürchtet. Die Behörden glauben ihr nicht.
Symbolbild, Keystone

Auf einen milden Richter konnte die junge Frau nicht zählen. Die Fragen und die Art des Einzelrichters in Horgen deuten schon an, dass das Urteil nicht in ihrem Sinne ausfallen würde. Angefangen damit, dass er die Äthiopierin fragt, warum sie 15 Minuten zu spät komme. Mehrfach will er wissen, ob die einschlägige Vorstrafe sie nicht abgeschreckt habe.

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