Adliswil

Adliswiler Stadtrat will einen Kunstrasen und 85 neue Parkplätze realisieren

Der Stadtrat will nächstes Jahr den Fussballplatz Tüfi II an der Sihl durch ein Kunstrasenfeld ersetzen lassen. Im Zuge dessen soll in der Tüfi auch die Parkplatzsituation verbessert werden und eine asphaltierte Multifunktionsfläche entstehen.

Der Fussballplatz Tüfi II an der Sihl soll gemäss Plänen des Stadtrats durch einen Kunstrasen ersetzt werden. Und auch auf dem Sandplatz sind bauliche Änderungen vorgesehen.

Der Fussballplatz Tüfi II an der Sihl soll gemäss Plänen des Stadtrats durch einen Kunstrasen ersetzt werden. Und auch auf dem Sandplatz sind bauliche Änderungen vorgesehen. Bild: Archiv / Sabine Rock

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Die drei Rasenspielfelder der Stadt Adliswil werden vom ört­lichen Fussballclub und anderen Vereinen rege genutzt. Seit Jahren stossen die Flächen deshalb an ihre Belastungs- und Kapazitätsgrenzen. «Viele Trainings- und Meisterschaftsspiele sowie immer kürzer werdende Er­holungszeiten setzen den Rasenplätzen zu», schreibt die Stadt in einer Mitteilung.

Um die Situation zu entschärfen, möchte der Stadtrat deshalb bei einem der drei Spielfelder einen Kunstrasen einbauen lassen. Und zwar beim Platz Tüfi II, der zwischen der Rundbahn und der Sihl liegt. Ein Kunstrasen ist ganzjährig bespielbar und unempfindlich gegen Witterungseinflüsse, begründet der Stadtrat das Vorhaben.

Für 1. Mannschaft zu klein

Bekannt ist das Projekt schon seit Herbst 2016. Inzwischen sind die Pläne aber weiterentwickelt worden. So soll der Kunstrasen mit einer neuen Beleuchtungsanlage ausgestattet und einem höheren Ballfanggitter umzäunt werden. Der Platz wird im Vergleich zu heute etwas vergrössert. Dazu muss die Tüfistrasse, die entlang des Spielfelds führt, leicht in Richtung der Rundbahn verschoben werden.

Auf dem Kunstrasen können künftig Spiele von Mannschaften bis zur Drittliga ausgetragen werden. Die 1. Mannschaft des FC Adliswil (FCA), die zurzeit Leader in der 2. Liga ist, wird ihre Gegner also nicht auf dem Kunstrasen empfangen können. Dies, weil die Spielfeldmasse nicht den entsprechenden Richtlinien des Schweizerischen Fussballverbands entsprechen. Nötig wäre eine Feldbreite von 64 Metern und eine 3 Meter breite Auslaufzone hinter der Aussenlinie. Wegen der beschränkten Platzverhältnisse kann der Kunstrasenplatz Tüfi II aber nur 58 Meter breit gebaut werden.

«Das ist natürlich ein bisschen schade, aber insgesamt sind wir sehr froh, überhaupt einen Kunstrasen zu erhalten», sagt FCA-Präsident Bruno Stäubli. Der künstliche Platz schaffe mehr Sicherheit in der Trainingsplanung.

Gebaut werden soll der Kunstrasen ab Sommer 2019. Im gleichen Zuge soll auch der heutige, danebenliegende Sandplatz aufgehoben werden. «Dieser wird schon lange kaum mehr benutzt», sagt Susy Senn (FDP), Ressortvorsteherin Sicherheit und Gesundheit. Der Sandplatz soll nun herhalten, um die heutige Parkplatzsituation in der Tüfi zu verbessern. So ist einerseits vorgesehen, auf dem Platz 37 neue Parkplätze zu bauen. Dies als Ergänzung zu den heute bestehenden 33 Parkfeldern entlang der Tüfistrasse. «Die heutige Anzahl reicht selbst an normalen Abenden unter der Woche, wenn viele Trainings in der Tüfi stattfinden, nicht aus», sagt Senn. Immer wieder komme es zu Eng­pässen.

Platz für Rollschuhläufer

Aus der übrigen Fläche des heutigen Sandplatzes soll eine asphaltierte Multifunktionsfläche entstehen. «Diese kann beispielsweise für Rollsport oder Inlinehockey genutzt werden.» Finden in der Tüfi Grossanlässe statt, kann auch diese Fläche dazu dienen, um Autos abzustellen. Weitere 48 Plätze werden damit geschaffen, womit die Tüfi künftig insgesamt über maximal 118 Parkplätze verfügen wird. «Dafür werden wir bei grossen Anlässen den rund 800 Meter entfernten Schulhausplatz Kronenwiese in Zukunft nur noch selten als zusätzliche Parkfläche nutzen müssen», ergänzt Susy Senn.

Über die geplante Multifunktionsfläche freut sich auch Senns Stadtratskollege und Schulpräsident Raphael Egli (CVP), der den Rollsport-Club Adliswil präsidiert: «Damit werden wir endlich wieder draussen trainieren können.» Denn abgesehen von einer Halle mit Parkettboden steht den Rollschuhsportlern in Adliswil seit Jahren keine geeignete Trainingsfläche zur Verfügung. Zudem sei die Halle für Wettbewerbe und Kürlaufen zu klein. «Wir freuen uns deshalb sehr auf die Multifunktionsfläche», sagt Egli.

Der Stadtrat hat für das Projekt eine gebundene Ausgabe in der Höhe von einer Million Franken bewilligt. Damit sollen der Rückbau des heutigen Fussballfeldes, die Anpassungen an der Tüfistrasse und die Erweiterung um 37 permanente Parkplätze finanziert werden. Deutlich mehr kosten der Kunstrasen und die Multifunktionsfläche. Für diese beantragt die Exekutive einen Kredit von 2,36 Millionen Franken, über welchen der Grosse Gemeinderat zu befinden hat. Bei Annahme des Kredits wird das Gesamtprojekt bis im Sommer 2020 umgesetzt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 11.01.2018, 09:28 Uhr

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