Adliswil

Adliswiler Parlament stimmt über Hallenbad-Sanierung ab

In der ersten Sitzung des Grossen Gemeinderats seit der Sommerpause befassen sich die Parlamentarier am Mittwoch mit dem Hallenbad. Dieses soll für 25,8 Millionen Franken umgebaut und saniert werden.

Sanierbedürftig: Das Adliswiler Hallenbad im Tal ist seit 1974 in Betrieb. Ein grosser Teil der Haus- und Badewassertechnik stammt noch aus dem Erstellungsjahr.

Sanierbedürftig: Das Adliswiler Hallenbad im Tal ist seit 1974 in Betrieb. Ein grosser Teil der Haus- und Badewassertechnik stammt noch aus dem Erstellungsjahr. Bild: Moritz Hager

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Thalwil, Kilchberg und Langnau. Sie alle haben es in den letzten Monaten oder Jahren getan: ihr eigenes Hallenbad aufwendig saniert. Dasselbe soll nun auch auf das 1974 erstellte Adliswiler Hallen- und Freibad zukommen. Der Adliswiler Stadtrat will das Hallenbadgebäude und den Längsbau, in dem sich die Freibadgarderoben und das Fitnesscenter Pitsch befinden, umbauen und sanieren. Das Geschäft kommt am Mittwochabend in den Grossen Gemeinderat.

Die geplanten Massnahmen sind kein kleines Facelifting, sondern ein grosser Eingriff: Saniert werden sollen die ganze Haus- und Badewassertechnik sowie die Dusch- und WC-Anlagen. Die Garderoben werden komplett neugestaltet, ebenso der Eingangsbereich. Dieser erhält gemäss Plänen einen zentralen Empfang mit Bistro und Shop. Für Schulklassen und Lehrpersonen sind separate Garderoben im Untergeschoss vorgesehen. Dazu wird auch ein neuer Treppenabgang gebaut. Im Badebereich werden die Oberflächen und Schwimmbecken erneuert und zum Beispiel auch der Sprungturm ersetzt.

Fitnesscenter ganz separiert

Die Freibadgarderoben sollen aus dem Längsbau in den Hallenbadtrakt umplatziert werden. Das Fitnesscenter seinerseits wird nur noch im Längsbau untergebracht sein.

Für all die geplanten Arbeiten muss Adliswil tief in die Tasche greifen. Der Stadtrat rechnet mit Kosten in der Höhe von 25,8 Millionen Franken. Nicht darin eingerechnet sind 1,2 Mio. Franken Fördergelder, die der Kanton wohl übernehmen würde.

Alleine die Sanierung des Hallenbads kostet 19,6 Mio. Franken. Davon hat die Exekutive bereits 17,5 Mio. Franken als gebundene Ausgaben in eigener Kompetenz bewilligt. Den Gemeinderäten wird am Mittwoch darum nur noch ein Teil der Kosten zur Bewilligung vorgelegt.

So soll das Eingangsgebäude des neuen Hallenbades dereinst aussehen. Bild:zvg/Visualisierung.

Konkret geht es um zwei Kredite. Einerseits um 2,1 Mio. Franken, die zulasten des Verwaltungsvermögens als nicht gebundene Ausgaben für die Arbeiten am Hallenbadtrakt verwendet werden sollen. Andererseits wird den Räten ein Kredit von 7,3 Mio. Franken aus dem Finanzvermögen vorgelegt, mit dem die Sanierung und der Umbau des Längsgebäudes finanziert werden soll.

Was überraschen mag: Trotz der hohen Kosten wird das Adliswiler Stimmvolk nie über das Hallenbadprojekt abstimmen können. Dies, weil die einzelnen Beträge entweder gebunden oder in der Budgetkompetenz des Gemeinderats liegen.

«Wir finden eigentlich, dass die Vorlage trotzdem an die Urne kommen sollte», sagt Urs Künzler stellvertretend für die SVP-Fraktion. «Eine Urnenabstimmung würde unter dem Stimmvolk das Bewusstsein schärfen, was für grosse Beträge auf uns zukommen.» Künzler meint damit nicht nur die Kosten der Hallenbadsanierung, sondern auch die anstehenden Ausgaben für die Schulhäuser Dietlimoos, Sonnenberg, den Bushof und das Stadthausareal. Die SVP hatte deshalb vor, in der Ratssitzung eine Urnenabstimmung zu beantragen. «Inzwischen hat sich aber gezeigt, dass wir dafür keine Mehrheit finden würden», sagt der SVP-Fraktionschef und betont, dass seine Partei nicht gegen die Sanierung sei. Auch Wolfgang Liedtke, Fraktionspräsident der SP, steht inzwischen hinter der Vorlage. Letzten Frühling äusserte er sich noch kritisch darüber, dass das Volk nicht gefragt wird.

Container für 1,1 Millionen

Neben dem Traktandum Hallenbad werden sich die Parlamentarier mit Werkstoffsammelstellen befassen. An sechs Standorten liess der Stadtrat in den letzten Jahren alte Container durch Unterflur-Container ersetzen. Nun wird dem Gemeinderat die Kreditabrechnung zur Genehmigung vorgelegt. Mit Gesamtkosten in der Höhe von 1,1 Millionen Franken ist das Projekt rund 13 Prozent günstiger ausgefallen als es budgetiert war.

Öffentliche Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 3. Oktober, 19.30 Uhr, Aula Schulhaus Hofern, Sonnenbergstrasse 28–30, Adliswil. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 01.10.2018, 15:33 Uhr

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