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Adliswil prüft Industriequartier an der Grenze zu Kilchberg

Der Stadrat in Adliswil prüft mit einer sogenannten Machbarkeitsstudie, ob ein neues Industriequartier im Gebiet Lätten entstehen kann. Das Gebiet grenzt direkt an ein Kilchberger Wohnquartier. Dort will man zuerst die Ergebnisse der Studie abwarten, bevor man sich konkret äussert.

Die leeren Parzellen liegen zwar auf der Kilchberger Seite der Autobahn A3, gehören aber teilweise der Stadt Adliswil.
Die leeren Parzellen liegen zwar auf der Kilchberger Seite der Autobahn A3, gehören aber teilweise der Stadt Adliswil.
Manuela Matt

Die Stadt Adliswil braucht ein neues Quartier für die Gewerbebetriebe im Sood. Denn dort will der Stadtrat mittelfristig ein Zentrumsgebiet entwickeln. «Die Menschen im Quartier Oberleimbach sind heute vom Adliswiler Zentrum praktisch abgeschnitten», sagt Stadtrat Felix Keller (parteilos).

Mit einem Zentrumsgebiet im Sood könnten die Menschen seiner Meinung nach besser an Adliswil angebunden werden. Das Problem: die kantonale Baudirektion, welche einer Reduktion des Arbeitsplatzgebiets zugunsten eines Zentrumsgebiets mittels Anpassung des Richtplans zustimmen muss, stellt sich quer. Für sie ist das Gebiet Sood ideal für Industriebetriebe und es fehlt eine Gesamtschau über das Arbeitsplatzgebiet in Adliswil. Erst dann will sich der Kanton defintiv entscheiden.

Gebiet ist gut erschlossen

Eine solche Gesamtschau lässt der Adliswiler Stadtrat nun erabteiten. Zudem hat er bereits ein Ersatzgebiet für das sogenannte «lärmintensive Gewerbe» wie Transportunternehmen oder Entsorgungsbetriebe ins Auge gefasst: das Quartier Lätten auf der Kilchberger Seite der Autobahn A3. Teile des Quartiers gehören zur Adliswiler Reservezone. Eine Machbarkeitsstudie soll aufzeigen, ob sich das Gebiet als Industriequartier eignen könnte. Das Ziel soll sein, dass die Industriebetriebe in den nächsten 10 bis 15 Jahren ins Quartier Lätten ziehen und so das Gebiet im Sood aufgewertet werden kann. Felix Keller glaubt, dass diese Lösung den Kanton und auch die Betriebe überzeugen wird: «Das Quartier liegt direkt an der Autobahn A3 und ist damit gut erschlossen.»

Bis im April sollen die Machbarkeitsstudie sowie die Gesamtschau über die Arbeitsplatzgebiete der Stadt Adliswil erarbeitet sein. Danach muss wiederum die kantonale Baudirektion entscheiden, ob eine Anpassung des Richtplans gerechtfertig ist und ein neues Industriequartier im Gebiet Lätten und ein Zentrumsgebiet im Sood entstehen kann.

Und was sagen die Kilchberger dazu, dass direkt an ihrer Gemeindegrenze ein Industriegebiet mit sogenanntem «lärmintensiven Gewerbe» entstehen soll? Schliesslich gibt es in der Gegend einige Wohnquartiere auf Kilchberger Seite. «Für mich ist dieses Vorhaben neu. Wir warten nun die Ergbenisse dieser Machbarkeitsstudie ab, bevor wir uns äussern», sagt Gemeindepräsident Martin Berger (parteilos). Er weist aber auch darauf hin, dass es sich um Adliswiler Boden handelt, auf dem das Industriequartier erstellt werden soll, und eine allfällige Einflussnahme von Kilchberg nur gering ausfallen kann.

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