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Acht Kandidaten für sieben Oberriedner Sitze

Um die sieben Sitze im Oberriedner Gemeinderat kommt es am 15. April zu einer Kampfwahl. Mindestens vier Kandidaten wollen einen der drei frei werdenden Sitze ergattern. Eine regelrechte Kampfansage macht die FDP.

Wegweisender April: In Oberrieden geht es bei den Gemeindewahlen im kommenden Frühjahr unter anderem um die Besetzung von drei freiwerdenden Sitzen im Gemeinderat.
Wegweisender April: In Oberrieden geht es bei den Gemeindewahlen im kommenden Frühjahr unter anderem um die Besetzung von drei freiwerdenden Sitzen im Gemeinderat.
Archiv Moritz Hager

Drei Sitze werden aufs Ende der laufenden Legislatur frei im siebenköpfigen Gemeinderat Oberrieden. Die FDP möchte sie am liebsten alle drei besetzen. Obwohl die Partei zur Zeit mit Claudia Schwager nur gerade eine Gemeinderätin stellt. Sie will nach 14 Jahren im Amt jüngeren Kräften Platz machen. Wie die FDP mitteilt, hat sie drei Kandidaten für die Gemeinderatswahlen vom 15. April nominiert: Sandra Burlet Pavone, Jean-Luc Meier und Reto Wildeisen. Sandra Burlet Pavone (46) ist als stellvertretende Direktorin beim Dachverband der schweizerischen Bauwirtschaft tätig. Die Mutter einer Tochter ist seit 2010 Mitglied der Oberriedner Sozialbehörde und war langjährige Vizepräsidentin der FDP Oberrieden.

Jean-Luc Meier (54), der schon seine Schulzeit in Oberrieden verbrachte, ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter einer in Oberrieden ansässigen Beratungsfirma und Präsident des Unternehmervereinigung Oberrieden (UVO).

Der dritte Kandidat der Partei, Rechtsanwalt Reto Wildeisen (53), ist Geschäftsführer einer Anwaltskanzlei mit Sitz in Oberrieden und leitet daneben die Rechtsabteilung eines mittelgrossen Schweizer Unternehmens. Der Vater zweier Töchter wohnt seit mehr als 20 Jahren in Oberrieden.

Anknüpfen an früher

Markus Geniets, Präsident der Oberriedner FDP, meint zur Absicht seiner Partei drei Sitze zu erobern: «Es ist aussergewöhnlich, dass wir zur Zeit nur gerade einen Gemeinderat stellen. Früher stellten wir eigentlich immer mindestens zwei, oft auch drei, dazu hatten wir häufig die Präsidien der Rechnungsprüfungskommission und der Schulpflege inne.» Entscheidend sei für die Kandidierenden seiner Partei jedoch die persönliche Befähigung und die Verbindung zu Oberrieden.

Zur Zeit setzt sich der Oberriedner Gemeinderat aus drei Parteilosen, zwei SVPlern und je einem Vertreter von FDP und SP zusammen. Gemeindepräsident Martin Arnold (SVP), Liegenschaftenvorstand Urs Klemm (parteilos), Finanzvorsteher Roger Müller (SVP) und Schulpräsidentin Verena Reichmuth (parteilos) stellen sich noch einmal zur Verfügung.

Nicht mehr antreten werden neben Sozialvorsteherin Claudia Schwager (FDP) auch Denise Fausch (SP), die dem Ressort Bevölkerung vorsteht, und der Parteilose Bau- und Werkvorstand Hans Peter Kunz. Beide absolvieren ihre dritte Amtszeit.

Meldefrist beginnt erst

Der Kampfansage der FDP mit ihrer Dreier-Kandidatur können oder wollen die anderen Parteien erst wenig entgegensetzen. CVP, GLP, und Grüne nominieren niemanden für den Gemeinderat. Auch eine parteilose Kandidatur ist bis jetzt nicht offziell bekannt. Aber die Meldefrist beginnt auch erst am 30. Dezember, sie dauert 40 Tage.

Die SP schickt Manuel Strickler ins Rennen. Der 50-Jährige Vater zweier Kinder arbeitet als Leiter der Schulverwaltung in Langnau. Er hat seit acht Jahren Einsitz in der Schulpflege, wo er für die Finanzen zuständig ist. Er wohnt seit 18 Jahren in Oberrieden.

Die SVP tritt sicher mit ihren beiden amtierenden Gemeinderäten an. Laut Parteipräsident Roger Müller ist der Vorstand darüber hinaus mit einem dritten Kandidaten im Gespräch. Dazu sei aber noch nichts spruchreif.

Sicher acht Kandidaten interessieren sich mit anderen Worten für die sieben Oberriedner Gemeinderatssitze. Vielleicht werden es bald auch neun oder mehr sein.

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