Richterswil

Zwei Etagen statt Pavillon

Den von der Schulpflege geforderten Pavillon, um mehr Schulraum bei der Schulanlage Feld zu generieren, lehnt der Gemeinderat ab. Stattdessen folgt er dem Vorschlag der Liegenschaftenkommission, die eine Aufstockung des Schulhauses vorsieht.

Die Schulanlage Feld in Richterswil braucht mehr Platz. Um diesen zu generieren, schlägt die Liegenschaftenkommission eine Aufstockung vor.

Die Schulanlage Feld in Richterswil braucht mehr Platz. Um diesen zu generieren, schlägt die Liegenschaftenkommission eine Aufstockung vor. Bild: Michael Trost

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Einen Pavillon hat die Schulpflege für das Schulhaus Feld Richterswil vorgeschlagen. Sie möchte damit den dringend benötigten Raum schaffen. Denn es fehlt an Platz. «Der genaue Raumbedarf wird derzeit ermittelt», sagt Markus Franssen, Leiter der Abteilung Liegenschaften.

Es mache jedoch keinen Sinn einen Pavillon zu erstellen, der nur einen kleinen Teil des Platzbedarfs abdecken würde, sagt Franssen. Daher schlägt die Liegenschaftenkommission statt eines Pavillons eine gesamtheitliche Lösung für die Schulanlage vor mit einer Aufstockung des Gebäudes Feld 1, Fassadensanierung und Heizungserneuerung. Zudem müssten die Stockwerke mit einem Lift zugänglich gemacht werden.

«Mit der Aufstockung besteht zwar ein weiteres Jahr eine Raumknappheit für die Schule, wir können aber mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen», sagt Franssen. Der Gemeinderat folgt dem Antrag der Liegenschaftenkommission.

Neue Heizung und Hülle

Denn die Schule braucht nicht nur mehr Räume, sie muss auch dringend saniert werden. Zudem sei die Heizungsanlage inzwischen 25 Jahre alt und bereits zweimal ausgestiegen, teilt Franssen mit. Damit dies nicht ein weiteres Mal im Winter passiere, was mit deutlichen Mehrkosten verbunden wäre, sei es sinnvoll, die Heizung zu ersetzen. Die neue Heizung erfordere eine Verbesserung der Gebäudehülle, denn die Leistung und damit der Verbrauch der neuen Heizungsanlage sei direkt vom Wärmeverlust der Gebäudehülle abhängig.

«Mit der Aufstockung können wir mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.»Markus Franssen, Leiter Abteilung Liegenschaften

Gleichzeitig können Synergien genutzt werden. «Da mit der Sanierung der Gebäudehülle sowieso Kosten für Gerüst und Dacheindeckung entstehen, reduzieren sich die Kosten für den zusätzlichen Schulraum deutlich», sagt Franssen. In welcher Höhe sich die Gesamtkosten für die Aufstockung, Sanierung und die neue Heizungsanlage belaufen, konnte Franssen noch nicht beziffern. Die Sanierung sollen ins Budget 2019 aufgenommen werden.

Auf dem Expressweg wird die Liegenschaftenkommission das Projekt nun so weit vorantreiben, dass es im Februar oder spätestens im Juni des nächsten Jahres an die Urne kommt. Vorbehältlich der Zustimmung des Souveräns könnte die Schulanlage dann 2020 saniert werden.

Freiflächen bleiben unverbaut

Die Aufstockung hat einen weiteren positiven Nebeneffekt: «Auf diese Weise werden keine Freiflächen verbaut», sagt Franssen. So bleibe Platz für die Planung der Dreifachturnhalle «Halle für Alle», für die sich die Sportvereine seit Jahren stark machen. Derzeit werden die vier in einer Initiative vorgestellten Varianten in einer Machbarkeitsstudie geprüft. In allen vier Varianten kommt die Dreifachturnhalle auf dem Schulhausareal beim Feld 1 zu stehen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 30.08.2018, 15:26 Uhr

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