Adliswil

Zukunftspläne stossen auf grosses Interesse

Schulhäuser, der Soodring, das Stadthaus und ein neuer Polizeiposten: In Adliswil sind einige Bauprojekte im Gange.

Die Zukunft des Sood-Quartiers gehörte zu den Themen, die in Adliswil diskutiert wurden.

Die Zukunft des Sood-Quartiers gehörte zu den Themen, die in Adliswil diskutiert wurden. Bild: Sabine Rock

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«Adliswil verändert sich.» Mit diesen Worten leitete Gemeinderat Mario Senn (FDP) am Donnerstagabend in die Informationsveranstaltung «Hotspots der Stadtentwicklung» in der Kulturschachtle ein. Und was sich in den kommenden Jahren verändert, schien die Bevölkerung brennend zu interessieren. Denn der von SVP, FDP und Freien Wählern organisierte Anlass war so gut besucht, dass die Organisatoren Extrastühle holen und einige Besucher den Anlass im Stehen verfolgen mussten.

Im Zentrum der Veranstaltung standen die vier baulichen «Hotspots» der Stadt, die in den nächsten Jahren realisiert werden sollen. Dabei handelte es sich um Projekte, die der Öffentlichkeit bereits bekannt gemacht wurden. Die jeweiligen Verantwortlichen informierten über den Stand aktueller Schulhausprojekte, die Zukunft des Soodrings, die Erweiterung des Stadthauses sowie über den geplanten Posten von Stadt- und Kantonspolizei.

Die Bevölkerung wächst

Es sind Veränderungen, welche die Stadt Adliswil nicht ohne Grund erlebt. Renato Günthardt (SVP), Stadtrat und Ressortvorsteher Soziales, zeigte auf, dass die Bevölkerungszahlen seit 2011 markant steigen. «In den nächsten Jahren werden wir wohl die 20'000er Marke knacken», prophezeite Günthardt. Die wachsende Bevölkerungszahl stelle Ansprüche an die Infrastruktur. Unter anderem an jene der Schulen. Um dem Bedarf an zusätzlichen Schulzimmern und Betreuungsangeboten gerecht zu werden, realisiert die Stadt zurzeit mehrere Schulprojekte.

Im Wilacker wurde im vergangenen Jahr ein neues Schulhaus fertiggestellt und bezogen. 2020 wird das Areal mit einem Schulpavillon erweitert werden. Der Pavillon steht im Moment im Dietlimoos. Dort wird bis 2020 ein weiteres Schulhaus entstehen. Erst wenn dieses fertiggestellt ist, kann der Pavillon in den Wilacker verschoben werden. Wie Stadtrat und Ressortvorsteher Bildung Markus Bürgi (FDP) sagte, sei der Bau auf Kurs.

Auch das Schulhaus Sonnenberg wird umgebaut und mit einem Neubau erweitert. Das Hallenbad wird zu einem Sing- und Mehrzwecksaal umfunktioniert. Zudem erhält das Gebäude einen zweistöckigen Aufbau. So kann Platz für 16 Primarschulklassen und zwei Kindergartenklassen geschaffen werden.

Gewerbehaus Sood 36

Am Sood 36 wird bis Ende 2020 ein Gewerbehaus mit Einkaufsläden stehen. Die Landi-Albis-Genossenschaft sowie Aldi Suisse stehen als Mieter bereits fest. Mittlerweile wurde das alte Gebäude abgebrochen. Unternehmer und Alt-Gemeinderat Clemens Ruckstuhl gehört das Grundstück. «Mit dem Neubau soll nicht nur das Sood-Quartier belebt, sondern auch KMUs gestärkt werden», sagte er. Geplant seien zwei Untergeschosse, die Platz für 176 Parkplätze bieten. Überirdisch erhalte das Gebäude ein Erdgeschoss und drei weitere Stockwerke. Ins Erdgeschoss wird die Aldi-Filiale kommen, ins erste Obergeschoss die Landi.

Ein Wandel steht auch dem Stadthaus bevor. Die Verwaltung wird zentralisiert. «Dies ermöglicht unter anderem effizientere Abläufe und steigert die Arbeitsplatzqualität», sagte Karin Fein (Freie Wähler), Stadträtin und Ressortvorsteherin Finanzen. An der Veranstaltung zeigte sie der Bevölkerung erste Pläne für den Umbau an der Zürichstrasse. Das Café Jeannette im Erdgeschoss des Gebäudes werde bleiben, jedoch dort platziert, wo heute die Einwohnerschalter stehen. Im obersten Stockwerk des neuen Gebäudes wird ein grosses Sitzungszimmer mit Ausblick über Adliswil entstehen. «Der Raum bietet auch Platz für Trauungen», sagte Fein.

Zentralisiert werden auch die Polizeiposten. Denn bei der Stadtpolizei Adliswil-Langnau an der Zürichstrasse 19 sowie am Stützpunkt der Kantonspolizei am Sihlquai 26 herrscht Platzmangel. Deshalb werden die beiden Polizeiposten an der Zürichstrasse 8 zusammengelegt. «Bisher war oft unklar, bei welchen Anliegen man sich auf welchem Posten melden muss», sagte Susy Senn (FDP), Stadträtin und Ressortvorsteherin Sicherheit, Gesundheit und Sport. Ein gemeinsamer Schalter löse das Problem. Das Haus an der Zürichstrasse 8 werde sich äusserlich nicht markant verändern. Unterirdisch wird die Parkgarage erweitert. Diese bietet Platz für alle Polizeifahrzeuge. Der Umbau kostet rund 5,2 Millionen Franken. (zsz.ch)

Erstellt: 01.02.2019, 18:35 Uhr

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