Hirzel

Wie im Hirzel eine Prinzessin befreit wurde

Die Pfadiabteilungen des Bezirks Horgen haben sich am Wochenende zur Landsgemeinde auf dem Hirzel getroffen. Das Programm sorgte für drei abenteuerliche Tage in der Natur.

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Die Spaziergänger, welche am Samstag im Hirzel nahe der Wirtschaft Spreuermühle vorbeikamen, staunten nicht schlecht. Auf einem der Hügel bietet sich ein aussergewöhnliches Bild: Drei Personen, eine im Dinosaurierkostüm, ein Feuerspucker und eine um Hilfe flehende Prinzessin stehen auf einem Baugerüst.Im sonst ruhigen Rückzugsgebiet mit vereinzelten Bauernhöfen hallt zudem das Geschrei von Kindern und Jugendlichen wider, welche sich am Fuss des Hügels versammelt haben. Ein paar von ihnen tragen Matratzen zum Baugerüst und stapeln sie davor auf. Was die Spaziergänger nicht wissen: Hier findet gerade die Befreiung der Prinzessin Li Si aus den Fängen des bösen Drachen Frau Mahlzahn statt.

Prinzessin beweist Mut

Die Kinder feuern die Prinzessin an, auf die Matratzen zu springen und sich so aus der Gefangenschaft des Drachens im Dinosaurierkostüms zu befreien. Schliesslich springt die Prinzessin und die Pfadimitglieder kreischen ob der Freude, ihre Aufgabe erfüllt zu haben.

Das Spektakel ist eines von verschiedenen Abenteuern, welches die Mitglieder der Pfadiregion Hochwacht von Freitag bis Sonntag an der Landsgemeinde erlebten. Es ist das Treffen der fünf Pfadiabteilungen aus dem Bezirk Horgen und findet alle zwei Jahre statt – dieses Mal unter dem Motto «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer». Dies erklärt die Befreiungsaktion der Prinzessin Li Si, wie sie auch im Kinderbuch des deutschen Schriftstellers Michael Ende geschieht.

Mit dem Zug zum Lagerplatz

Bereits am Freitag hatte das Lager offiziell für die älteren Teilnehmer der Landsgemeinde begonnen. Themengetreu wurden diese von einer rund 300 Meter lange Eisenbahn auf den Lagerplatz – beziehungsweise nach «Lummerland» – gefahren. «Die Eisenbahn macht den Kindern besonders viel Freude», sagt Tonja Bardill vom Organisationskomitee. Sie gehört zur Pfadiabteilung H2O (Hirzel, Horgen, Oberrieden), welche in diesem Jahr als Gastgeber verantwortlich für die Durchführung der Landsgemeinde ist.

Eine aufwendige Arbeit, wenn man bedenkt, dass etwa 350 Kinder und Jugendliche an diesem Wochenende an der Landsgemeinde teilnahmen. «Mit der Planung haben wir bereits vor über einem halben Jahr begonnen. Und der Aufbau des Lagerplatzes dauerte eine ganze Woche», sagt Bardill. Dazu gehörte die Gleisverlegung für die Eisenbahn, Zelte zum Schlafen, die Einrichtungen eines Essplatzes sowie weitere Installationen für die Wasserversorgung und Toiletten.

Um die 100 Kinder und Jugendliche verbrachten die Nächte jeweils auf dem Lagerplatz. Am Tag kamen die weiteren, vorwiegend jüngeren, Teilnehmer dazu. Das Programm der Landsgemeinde bestand dann mehrheitlich aus einem Mehrdisziplinenwettkampf, bei dem sich die Pfadiabteilungen gegeneinander und innerhalb in verschiedenen Aufgaben wie zum Beispiel einem Postenlauf massen. Wer dabei gewann, spielte jedoch eine untergeordnete Rolle. «Im Vordergrund stehen das gemeinsame Spielen und der Spass, Zeit in der Natur zu verbringen», sagt Bardill. (zsz.ch)

Erstellt: 16.09.2018, 15:32 Uhr

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