Wissenschaft

Wädenswiler Forscher suchen Lösungen gegen Antibiotika-Resistenzen

Da die Verbreitung multiresistenter Erreger in den letzten Jahren stetig zugenommen hat, lancieren Forschende der ZHAW Wädenswil und der Universität Bern nun ein Projekt um diesem Trend die Stirn zu bieten.

Gemäss Angaben des Europäischen Zentrums für die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) starben in Europa 2015 mehr als 33'000 Menschen an den Folgen einer bakteriellen Infektion, die aufgrund der Antibiotika-Resistenz von Bakterien nicht mehr behandelbar ist.

Gemäss Angaben des Europäischen Zentrums für die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) starben in Europa 2015 mehr als 33'000 Menschen an den Folgen einer bakteriellen Infektion, die aufgrund der Antibiotika-Resistenz von Bakterien nicht mehr behandelbar ist. Bild: Symbolbild/Keystone

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Durch den vermehrten Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier hat in den letzten Jahren auch die Verbreitung von resistenten Erregern zugenommen. Wie die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) heute mitteilt, suchen Forschende der ZHAW in Wädenswil und der Universität Bern nun in einem Projekt nach Lösungen.

Unterstützung vom Bund

Ermöglicht wird dieses Forschungsprojekt durch das Sonderprogramm «Bridge» des Schweizerischen Nationalfonds SNF und der Förderagentur Innosuisse. Dessen Umfang beträgt insgesamt 70 Millionen Franken für die Jahre 2017 bis 2020. 2018 wurden daraus zwölf sogenannte Discovery-Projekte bewilligt. Bei diesen Projekten werden erfahrene Forscherinnen und Forscher unterstützt, die ein Anwendungs­potenzial in Form eines Produktes oder einer Dienstleistung sehen. «Ich habe Ende 2018 die Zusage des Bundes erhalten und stecke nun mitten in den Vorbereitungen», erklärt Rebecca Buller, Fachstellenleiterin für Biokatalyse und Prozesstechnologie am Institut für Chemie und Biotechnologie der ZHAW in Wädenswil.

Unter dem Titel «Microbial Epimerase: A toolbox for the synthesis of novel peptide-based drugs» soll das Projekt im Juni 2019 starten. Es dauert drei Jahre und wird mit rund 800'000 Franken vom Bund unterstützt. (pst)

Erstellt: 06.03.2019, 11:04 Uhr

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