Thalwil

Thalwiler sagen klar Ja zum Gestaltungsplan Tellenbach

Die Gemeindeversammlung war sich gestern Abend grossmehrheitlich einig: Sie hiess den privaten Gestaltungsplan Tellenbach gut. Den übrigen vier Traktanden stimmten die Thalwiler ebenfalls zu.

Auf dem Areal der ehemaligen Druckerei Tellenbach ist der Weg frei für das Bauprojekt.

Auf dem Areal der ehemaligen Druckerei Tellenbach ist der Weg frei für das Bauprojekt. Bild: Archiv, Sabine Rock

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Der Weg für das Bauprojekt auf dem Areal der ehemaligen Druckerei Tellenbach ist geebnet. Denn gestern Abend stimmten die Thalwiler an der Budget-Gemeindeversammlung dem privaten Gestaltungsplan Tellenbach grossmehrheitlich zu. Dies, nachdem Bauvorstand Richard Gautschi (parteilos) die Vorlage der Versammlung präsentierte. Er bezeichnete den Gestaltungsplan «als Ergebnis eines langjährigen Dialogs zwischen diversen Parteien». Das öffentliche Interesse sei darin berücksichtigt, hielt er fest.

Erstaunlich: Wortmeldungen gab es keine. Diese wären jedoch durchaus zu erwarten gewesen. Denn der Gestaltungsplan Tellenbach sorgte in vergangener Zeit für Unmut bei der Nachbarschaft des Areals. Diverse Anwohner nahmen gestern zwar an der Gemeindeversammlung teil. Zu einem Votum liessen sie sich aber nicht hinreissen.

Der private Gestaltungsplan Tellenbach auf dem Areal der ehemaligen gleichnamigen Druckerei sieht Folgendes vor: Anstelle der ehemaligen Druckerei Tellenbach wird ein dreistöckiges Wohnhaus gebaut werden. Das zweite eingeschossige Gebäude kommt zürichwärts neben der Villa Tellenbach zu stehen. In beiden Häusern wären bis 14 Wohnungen möglich. Die im kommunalen Verzeichnis schützenwerter Objekte eingetragene Villa Tellenbach bleibt unangetastet. Ebenso sieht der private Gestaltungsplan vor, die wegen einiger seltener Bäume schützenswerte Parkanlage in ihren wesentlichen Zügen zu erhalten.

Ja zu Zivilschutzfusion

Als zweites Traktandum stellte gestern Abend Gemeinderätin Ursula Lombriser (CVP) der Versammlung das Projekt zur Fusion der Zivilschutzorganisationen im Bezirk Horgen vor. Diese sollen sich zum Zweckverband Zivilschutz Zimmerberg (ZVZZ) zusammenschliessen. Der Zweckverband kommt zustande, sofern 9 von 12 Bezirksgemeinden Ja sagen. «Sollte die Gemeindeversammlung der Bildung des Zweckverbandes nicht zustimmen, würde Thalwil zu einem gallischen Zivilschutzdörfli», sagte Ursula Lombriser. Doch die 101 anwesenden Thalwiler stimmten zu. Einstimmig.

Ebenfalls einstimmig hiess die Versammlung die Jahresrechnung 2014 gut. Das Rekorddefizit fiel um 2,6 Millionen höher aus als budgetiert. Bei einem Aufwand von 130,5 Millionen Franken schliesst die Rechnung 2014 mit einem Defizit von 9,4 Millionen Franken.

Reine Formsache war die Präsentation der Bauabrechnung der Schiffsstation mit einer Kreditunterschreitung von knapp 11 000 Franken. So wurde auch diese einstimmig genehmigt. Lediglich für Diskussionen sorgte die Anpassung im Artikel 33 der Personalverordnung der Gemeinde. Zwei Nebenanträge zur Anpassung des Artikels wurden gestellt. Doch der Antrag des Gemeinderates setzte sich letzten Endes durch und wurde gutgeheissen.

Erstellt: 11.06.2015, 08:38 Uhr

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