Wädenswil

Stadtpräsident verteidigt Au-Park

Die Kritik am geplanten Au-Park reisst nicht ab. Ein Referendum wird das Grossprojekt aber nicht stoppen können, glaubt der Wädenswiler Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP).

Das Au-Center soll laut Gestaltungsplan abgerissen werden und durch eine Grünanlage von der Grösse eines Fussballplatzes ersetzt werden.

Das Au-Center soll laut Gestaltungsplan abgerissen werden und durch eine Grünanlage von der Grösse eines Fussballplatzes ersetzt werden. Bild: Steve Springer

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Philipp Kutter, die Raumplanungskommission des Gemeinderats hat die Pläne der Intershop für den Au-Park abgesegnet. Sind Sie überrascht?
Nein. Ich freue mich, dass die Raumplanungskommission zu einem positiven Schluss gekommen ist und das Projekt nun in die nächste Runde geht. Die Kommission hat sich detailliert mit dem Au-Park, allen möglichen Teilfragen auseinandergesetzt und einen ausführlichen Bericht vorgelegt. Das verleiht der Empfehlung der Kommission zusätzlich Gewicht und stimmt mich zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Projekts.

Durch den privaten Gestaltungsplan gewinnt das ehemalige Alcatel-Areal an Wert. 20 Millionen Franken Mehrwert um genau zu sein. Davon schöpft die Stadt 5 Millionen Franken ab. Hat sich die Stadt über den Tisch ziehen lassen?
Absolut nicht. Mit einer 25-prozentigen Mehrwertabschöpfung können wir zufrieden sein. Schliesslich ist das Geld nur ein Teil des Mehrwerts, der durch den Gestaltungsplan entsteht. Das Projekt verleiht der Au zusätzliche Ausstrahlung und Infrastruktur. Mit der geplanten Kantonsschule erhält das Quartier fünf neue Turnhallen und eine Aula. Diese werden auch den Vereinen zugute kommen. Hinzu kommt der öffentliche Park im Zentrum der Anlage. Nicht zu vergessen ist, dass die Intershop verpflichtet ist, 20 Prozent bezahlbare Wohnungen zu erstellen.

«Bei so grossen Vorhaben braucht es einen langen Atem.»

Trotzdem geht der Präsident der Raumplanungskommission, Hansjörg Schmid (SP), davon aus, dass das Projekt, und damit auch die Kantonsschule, durch ein Referendum und den daraus folgenden Urnengang verzögert werden könnte. Wie schätzen Sie das ein?
Im Parlament geniessen die Au-Park-Pläne offensichtlich grossen Rückhalt. Aber man muss immer damit rechnen, dass das Referendum ergriffen wird. Das hätte auch Vorteile: So könnte sich die ganze Bevölkerung zum Au-Park äussern. Das ist Demokratie. Ich bin überzeugt von dem Projekt und deshalb zuversichtlich, dass es auch diese Hürde nehmen würde. Ein Referendum würde das Projekt zwar verzögern, aber nicht für Jahre. Bei so grossen Vorhaben braucht es einen langen Atem. Eine der grössten Sorgen der Quartiersbevölkerung war, dass mit dem Au-Park der Bau von Hochhäusern ermöglicht wird. Dem ist nicht so. Es wird weiterhin keine Hochhäuser geben auf dem Areal.

Erstellt: 15.05.2019, 17:40 Uhr

Philipp Kutter (CVP), Stadtpräsident von Wädenswil

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