Horgen

Schweiter-Areal an Immobiliengesellschaft verkauft

Real­stone, eine ­Fondsverwaltung, die auf ­ Immobilien spezialisiert ist, ­ist die neue Besitzerin des Schweiter-Areals in Horgen Oberdorf. Für das Areal, ­ bisher im Besitz der Credit Suisse, besteht ein gültiger Gestaltungsplan.

Horgen Oberdorf kann weiter wachsen: Unterhalb des Waldes hat es noch Platz für Wohnungen und Büros.

Horgen Oberdorf kann weiter wachsen: Unterhalb des Waldes hat es noch Platz für Wohnungen und Büros. Bild: zvg/Peter Fischer

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Nun scheint neue Bewegung in das Boom-Gebiet Horgen Oberdorf zu kommen. Theoretisch hätte gemäss gültigem Gestaltungsplan bereits vor zwei Jahren mit dem Bau von Wohnungen und Büros begonnen werden können, doch die Besitzerin, die Cre­dit ­Suisse, hielt sich bedeckt und suchte einen Investor. Den hat sie nun gefunden. Die Immobilien­gesellschaft Real­stone kaufte das Schweiter-Areal.

Esteban Garcia, Präsident der Real­stone Holding, ist gemäss der gestern versandten Medienmitteilung begeistert von seiner Neuerwerbung, dem 6,2 Hektaren gros­sen Areal, bergseits des Bahnhofs Horgen Oberdorf. Laut Gestaltungsplan ist eine gemischte Nutzung von Wohnen, Gewerbe und Büros vorgesehen.

Marktanalysen angestellt

«Das Areal bietet uns die Möglichkeit, alles in die Tat umzusetzen, wofür Real­stone steht», sagt Este­ban Garcia. Die Fondsverwaltung setze auf sorgfältig ausgewählte Akquisitionen, auf Verdichtung und ausgeklügelte Renovationen. Damit könnten Mietwohnungen zu erschwinglichen Preisen angeboten werden, heisst es.

Was immer Real­stone unter erschwinglich versteht: Neue Mietwohnungen, zum Teil mit Seesicht, sind nicht gerade billig. Diesbezüglich besteht im Bezirk Hor­gen ein ausreichendes Angebot. «Wir haben genaue Marktanalysen angestellt», sagt Sara Lu­zon, Architektin und Verantwortliche für das Büro Zürich von Real­stone. Eine Nachfrage nach solchen Mietwohnungen bestehe. Sie betont die gute Lage der Wohnungen und Arbeitsplätze mit der Verkehrsverbindung an den Wirtschaftsraum Zürich und Zug.

Neues Quartier

Die bisherige Besitzerin, die Cre­dit ­Suisse, sah bei den Überbauungen ein etappiertes Vorgehen vor. Dazu will Lu­zon noch keine konkreten Angaben machen, wann und mit welcher Etappe begonnen werden soll. «Wir wollen zuerst einmal mit allen in die Pläne involvierten Stellen Kontakt aufnehmen», sagt sie. Nachhal­tiges Bauen im ökologischen und ökonomischen Sinn stehe im ­Fokus der Projektentwicklungen von Real­stone.

Die Umnutzung historisch wertvoller Bausubstanz, damit meint Luzon die denkmalgeschützte Schwei­ter-Fabrik gegenüber dem Bahnhof Horgen Oberdorf, das Schaf­fen eines neuen Quartiers, der Einsatz moderner Energieversorgungstechniken entsprächen den Intentionen von Real­stone.

Real­stone ist eine Fondsverwaltung, spezialisiert auf Immobilien, mit Sitz in Lau­sanne und Zürich. Gemäss Sara Lu­zon liegt der Schwerpunkt der Investitionen der Gesellschaft im Raum Lau­sanne, aber man habe bereits einige Investitionen im Kanton Aargau, ebenso im Kanton Zürich getätigt.

Gemäss gültigem Gestaltungsplan sind 275 Wohnungen und 15 000 Quadratmeter Gewerbe- und Büroflächen möglich. Die Vor­lage des ersten Gestaltungsplans scheiterte an einem Anwohnerrekurs. 2010 stellte die Cre­dit ­Suisse einen redimensionierten Gestaltungsplan vor, der kleinere Baublöcke vorsah.

Schweiter will bleiben

Der weltweit tätige Textil­maschinenkonzern Schweiter hatte ­das Areal in den 80er-Jahren an die Cre­dit ­Suisse ver­kauft. Heute ist das Unternehmen ­Mieter. Der­zeit sind bei Schwei­ter in Hor­gen Ober­dorf 120 Personen tätig. Schwei­ter wolle am Standort ­Hor­gen festhalten, ­ dies teilt das Unter­nehmen auf Anfrage die­ser Zeitung mit. ­Deshalb sei der Mietvertrag kürz­lich auf mehrere Jahre verlängert worden.

Dem Verkauf stehe der Horg­ner Gemeindepräsident Theo Leut­hold (SVP) positiv gegenüber, heisst es in der Medienmitteilung von Real­stone. Eine sinnvolle gemischte Nutzung, der ­Erhalt von Arbeitsplätzen sowie das Schaffen von Wohnraum ­seien für die Gemeinde Hor­gen zukunftsweisend. Gemäss Theo Leut­hold wäre im Schwei­ter-Areal auch ein Gymnasium-Standort möglich. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.12.2015, 08:29 Uhr

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