Kilchberg

Schulpavillon aus Wallisellen soll Platznot lindern

Die Gemeinde rechnet mit steigenden Schülerzahlen. Darum soll auf dem Areal des Schulhauses Alte Landstrasse ab Sommer ein Pavillon mit vier Unterrichtszimmern stehen.

Zurzeit steht der 30 Meter lange Pavillon noch in Wallisellen. Damit er in Kilchberg aufgerichtet werden kann, bedarf es einer Baubewilligung.

Zurzeit steht der 30 Meter lange Pavillon noch in Wallisellen. Damit er in Kilchberg aufgerichtet werden kann, bedarf es einer Baubewilligung. Bild: pd / Gemeinde Kilchberg

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Platz wird eng, die Zeit wird knapp. Für das nächste Schuljahr sind im Kilchberger Schulhaus Alte Landstrasse zu wenig Klassenzimmer für die Mittelstufe vorhanden. Auch für den Mittagstisch, der im benachbarten Gemeindehaus an der Alten Landstrasse 110 platziert ist, ist mehr Platz nötig. Mit mehr Schülern rechnet der Gemeinderat unter anderem deshalb, weil mit den Überbauungen in der Oberen Bänklen an der Autobahn, im Breitloo und an der Schlimbergstrasse/Kreuzstrasse heuer mehr Neuzuzüger nach Kilchberg kommen.

Ursprünglich hätte der zusätzlich benötigte Schulraum in der Schulanlage Brunnenmoos gefunden werden sollen. Wie der Gemeinderat mitteilt, können diese Räume nun aber nicht für die Mittelstufe genutzt werden. Denn die Zimmer würden für zusätzliche Klassen der Unterstufe benötigt. Um der Zahl an neuen Schülern gerecht zu werden, suchte der Gemeinderat nach einer alternativen Lösung.

Besser als das Schulhaus

Abhilfe soll nun ein provisorischer Pavillon neben dem Schulhaus Alte Landstrasse schaffen. Das Provisorium wird die bereits bestehenden Klassenzimmer im Schulhaus und die Räumlichkeiten im Schultrakt des Gemeindehauses ergänzen. Der Pavillon mit einer grauen Holzfassade verfügt über zwei Geschosse, die Platz für vier Klassenzimmer sowie zwei Räume für den Mittagstisch bietet. Er soll auf der Wiese hinter dem Schulhaus direkt beim Spielplatz installiert werden.

Zurzeit steht das Provisorium noch in der Gemeinde Wallisellen. Es ist 30 Meter lang, neun Meter breit und 7,5 Meter hoch. Der Pavillon entspreche den Raumanforderungen der Schule Kilchberg, schreibt der Gemeinderat. Er sei gut gegen Aussenlärm geschützt und entspreche, abgesehen von der Lüftung, den Minergie-Vorgaben. «Das Vorhaben ist ökonomisch wie auch ökologisch sinnvoll und notwendig», schreibt die Exekutive weiter. René Strehler, Leiter der Abteilung Hochbau und Liegenschaften, ergänzt: «Beim Provisorium handelt es sich nicht um irgendeinen Baucontainer». Der Pavillon sei energietechnisch besser als das bestehende Schulhaus.

Damit das Provisorium aufgestellt werden kann, ist eine Baubewilligung nötig. Das entsprechende Baugesuch liegt derzeit öffentlich auf. René Strehler sieht dem Bau optimistisch entgegen: «Wir haben unser Vorhaben beim kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit vorgängig abgeklärt.» Zudem hat diese Woche eine Informationsveranstaltung für die Anwohner stattgefunden. «Wir haben den Kontakt mit den Nachbarn gesucht und ihnen unser Projekt näher gebracht», sagt Strehler.

Kauf bei Bedarf

Der Gemeinderat will den Pavillon im ersten Jahr mieten. Bei Bedarf könne das Gebäude aber auch gekauft werden, schreibt der Gemeinderat. Die Mietkosten sowie die Vorinvestitionen für den Aufbau des Pavillons sind gebundene Ausgaben und liegen deshalb in der Kompetenz des Gemeinderates. Ein allfälliger Kauf des Schulpavillons werde den Stimmberechtigten rechtzeitig zur Genehmigung an einer Gemeindeversammlung unterbreitet. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.03.2019, 18:37 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben