Zuwanderung

Schönenberg ist die einzige Gemeinde, die schrumpft

In den Bezirken Meilen und Horgen wandern mehr Menschen zu als ab – eine Entwicklung, welche sich im gesamten Kanton beobachten lässt. Dies zeigt eine Studie. Einzig in einer Gemeinde am linken Ufer sieht alles anders aus.

Den Fachstellen für Integration rund um den Zürichsee wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen: Bis auf die Gemeinde Schönenberg verzeichnen alle Gemeinden in der Region ein deutliches Zuwanderungsplus.

Den Fachstellen für Integration rund um den Zürichsee wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen: Bis auf die Gemeinde Schönenberg verzeichnen alle Gemeinden in der Region ein deutliches Zuwanderungsplus. Bild: Symbolbild/Keystone

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Umgeben von Blau sticht Schönenberg rot aus den Karten her­aus. In der Berggemeinde wandern mehr Leute ab als zu. Auch wenn man die Geburten und Sterbefälle miteinberechnet, ist das Bevölkerungswachstum negativ. Mit dieser Entwicklung steht die Kommune in den Bezirken Meilen und Horgen allein da. Dies zeigt eine aktuelle Studie des kantonalen Statistischen Amts, welche die Bevölkerungsentwicklung in Zürich von 2011 bis 2016 beleuchtet.

Besonders stark ist das Zuwanderungsplus im Bezirk Meilen im Bezirkshauptort und im Bezirk Horgen in Adliswil, Kilchberg und Rüschlikon. In Thalwil, Hütten und Hirzel halten sich Ab- und ­Zuwanderung die Waage. Am geringsten fällt das Zuwanderungsplus am rechten Ufer in Zumikon aus. Zumikon ist zudem die einzige Gemeinde in beiden Bezirken, in der mehr Menschen sterben,als geboren werden.

Kantonsweit wandern besonders viele Menschen zwischen18 und 39 Jahren zu. Am Zürichsee ist dies nur teilweise so. Bei den 18- bis 24-Jährigen wandern im Bezirk Meilen wesentlich mehr Leute weg als zu. Insbesondere in Zumikon und Erlenbach ist dies der Fall. Einzig in Oetwil ziehen mehr dieser Menschenzu als weg. Im Bezirk Horgen ist diese Gruppe der Zuwanderer in fünf Gemeinden grösser als diejenige der Menschen, die wegziehen. In der Stadt Zürich wieder­um gibt es einen starken Zuzug junger Erwachsener.

Zuzüger aus dem Ausland

Bei den 25- bis 39-Jährigen ändert sich das Bild. Vor allem von den 30- bis 39-Jährigen ziehen viele zu: In allen Gemeinden wandern mehr Menschen dieser Altersgruppe zu als ab. Ausser in Thalwil und Hütten ziehen zudem überall mehr 0- bis 5-Jährige zu als weg. «Dies ist ein Indiz ­dafür, dass auch Familien in die Bezirke Horgen und Meilen ziehen», sagt Hans-Peter Bucher, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Statistischen Amts und Studienautor. Er geht davon aus, dass vor allem aus dem Ausland und der Stadt Zürich Familien in die Region ziehen. Letzteres, weil der Zuwanderungssaldo der Kleinkinder in der Stadt Zürich negativ ist. Bei den Altersgruppen ab 50 wandern in beiden Bezirken mehr Leute ab als zu, was dem kanto­nalen Durchschnitt entspricht. Die Zahl der Wandernden ab 50 ist allerdings generell tiefer.

Einen Unterschied macht die Studie auch bezüglich der Herkunft der Zugewanderten, so wird unterschieden zwischen Menschen, die aus dem Ausland oder einem anderen Kanton zugewandert sind. Zudem werden Zuzüge aus anderen Zürcher ­Gemeinden ausgewiesen. Der stärkste Zuzug stammt aus dem Ausland, was dem kantonalen Trend entspricht. Die Zahl der Menschen, die in andere Kantone abwandert, ist hingegen grösser als jene der Zuzüger. Innerhalb des Kantons ziehen etwas mehr Leute in die Seegemeinden als aus diesen weg.

Erstellt: 21.12.2017, 09:24 Uhr

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