Richterswil

Richterswil schafft Kommissionen ab

Der Gemeinderat Richterswil verzichtet künftig auf die beratende Stimme von sechs ständigen Kommissionen. Diese werden aufgelöst.

Arbeitsgruppen statt Kommissionen: Richterswil löst sechs ständige Kommissionen auf.

Arbeitsgruppen statt Kommissionen: Richterswil löst sechs ständige Kommissionen auf. Bild: Archiv ZSZ

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Steht ein Fahrplanwechsel bevor, kam bis anhin in Richterswil die Kommission Öffentlicher Verkehr zusammen, um die Auswirkungen abzuwägen und allenfalls Einwendungen zu machen. Neun solcher Kommissionen mit durchschnittlich sechs Mitgliedern existieren in Richterswil. Sie haben eine beratende Funktion und können keine Beschlüsse fällen. Sechs Kommissionen werden per Ende dieser Legislatur, also dem 31. Juni, aufgelöst. Bereits beschlossen war das Ende der Kommissionen Jugend sowie Alter.

Im April hat der Gemeinderat entschieden, die Kommission für Energie und Abfall, die Forst-, Landwirtschafts- und Naturschutzkommission, die Feuerwehr- und Zivilschutzkommission sowie die Kommission Öffentlicher Verkehr aufzuheben. Ziel dieser Massnahme ist es, die Strukturen in der nächsten Legislatur flexibler zu gestalten, wie die Gemeinde mitteilte.

Der Gemeinderat will weiterhin die Meinung der Bevölkerung und das Wissen der Fachleute einbeziehen. Künftig wird er deshalb Arbeitsgruppen bilden, wenn eine grosse Aufgabe oder ein wichtiges Projekt ansteht. Als Beispiel nennt der Gemeinderat die Arbeitsgruppe RED (Revitalisierung Dorfkern Richterswil). Er beurteilt die Erfahrungen als positiv, denn er habe der Arbeitsgruppe einen klaren Auftrag, ein Ziel und einen Terminplan vorgeben können.

Vereinzelte kritische Stimmen

Es habe sich in den vergangenen Jahren herauskristallisiert, dass bei solchen Projekten stets mehrere politische Ressorts oder Verwaltungsabteilungen involviert seien. Eine spezifisch eingesetzte Arbeitsgruppe könne ressortübergreifend zusammengesetzt werden. Sie sei deshalb agiler als eine fixe Kommission. Wenn sie ihre Aufgabe erfüllt hat, wird sie wieder aufgelöst.

Der Gemeinderat hat die Mitglieder der betroffenen Kommissionen über die Auflösung informiert. Wie schon beim Ende der Kommission Alter Anfang Jahr gab es auch diesmal vereinzelte kritische Stimmen, wie Gemeindeschreiber Roger Nauer sagt. Der Hintergrund für die Auflösung sei bei jeder Arbeitsgruppe anders gelagert, hält er fest. So verlasse beispielsweise ein aus­gewiesener Fahrplanexperte die Arbeitsgruppe Öffentlicher Verkehr aus Altersgründen ohnehin. Die Aufgaben werden künftig von der Verwaltung übernommen. Roger Nauer bekräftigt, dass die Meinung der Bevölkerung und der Fachleute weiterhin angehört werde.

Vorerst weitergeführt werden die Sportkommission, die Kulturkommission und die Kommission familienergänzende Kinderbetreuung. Änderungen bei den gemeinderätlichen Kommissionen, die mehr Kompetenzen als die beratenden Kommissionen besitzen und gewisse Geschäfte im Namen des Gemeinderates tätigen können, sind ebenfalls geplant. Dies mit dem Ziel, den Aufwand für die Exekutivmitglieder zu reduzieren. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 18.05.2018, 08:34 Uhr

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