Kilchberg

Reformierte Kirche erhält eine Live-Kamera

Die reformierte Kirche wird aufgefrischt. Bis Ende Juli erhält sie hellere Wände und ihr Uhrwerk wird erneuert. Die Kirchgemeinde leistet sich zudem eine Videoanlage für Live-Übertragungen.

Die Kilchberger Kirche erhält zurzeit unter anderem neue Holzbretter an den Dachkanten.

Die Kilchberger Kirche erhält zurzeit unter anderem neue Holzbretter an den Dachkanten. Bild: Manuela Matt

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Die Zeiger an der Turmuhr der reformierten Kirche Kilchberg stehen seit Tagen auf zwölf Uhr. Die Fassade ist teilweise eingerüstet. Renovationsarbeiten sind im Gange. Die Kilchberger Reformierten weichen darum morgen für den Gottesdienst nach Rüschlikon aus und in einer Woche ins eigene Kirchgemeindehaus.

Die «Auffrischung unserer Kirche», wie es Kirchenpflegepräsident Peter C. Maier nennt, dauert bis am 27. Juli. «Die Hauptarbeiten betreffen den Innenraum der Kirche», sagt Maier. «Mit der Zeit hat sich an den Wänden ein Grauschleier angesetzt. Diesen lassen wir entfernen, sodass das Kircheninnere wieder hell erstrahlt». Die Kirchenpflege hat dafür eine Spezialfirma beauftragt, welche die Wände wäscht. Zudem flicken die Spezialisten einzelne Risse. An der Aussenfassade werden marode Holzbretter an der Dachkante ersetzt. Aufgefrischt werden am Gebäude ausserdem die Sandsteineckblöcke.

Erneuert wird auch das Uhrwerk der über hundertjährigen Turmuhr, weshalb die Zeiger zurzeit stillstehen. Am Turmzifferblatt selber – dem drittgrössten in Europa – werden hingegen keine Arbeiten vorgenommen.

Live dabei, aber nicht vor Ort

Altbewährtes wird also auf Vordermann gebracht. Aber nicht nur, denn die Kirchenpflege setzt auch auf moderne Technik. So lässt sie im Zuge der Renovationsarbeiten an der Decke im Innern eine Kamera installieren. «Dank dieser können wir künftig Gottesdienste oder Konzerte live auf eine Leinwand in den Kirchgemeindesaal übertragen», erklärt Maier. Die Kamera könne zum Beispiel dann eingesetzt werden, wenn die 350 Personen fassende Kirche nicht genügend Platz biete. Was bei Konzerten hin und wieder der Fall sei.

Auch bei Taufgottesdiensten könne sie nützlich sein. Denn Familien mit Kindern, die nicht die ganze Zeit ruhig sitzen können, biete sich so neu die Möglichkeit, die Taufe aus dem Kirchgemeindehaus zu verfolgen. Was die Kamera ebenfalls ermöglicht: Live-Übertragungen der Gottesdienste ins Internet. «Das ist vorläufig aber nicht vorgesehen», sagt der Kirchenpflegepräsident. Neben dem Videosystem leistet sich die Kirche auch eine neue Audioanlage. Die bisherigen Lautsprecher werden durch neue Boxen ersetzt, die das Abspielen von Musik erlauben.

Gefährliche Deckenlampen

Die Kirchenpflege lässt zudem die Lampen an der Decke durch LED-Leuchten austauschen. «Die alten Lampen sind ein Sicherheitsrisiko», begründet Peter C. Maier. Denn: Sie erhitzten sich jeweils stark, was schlimmstenfalls zu einem Dachstockbrand hätte führen können.

Ingesamt kosten die technischen Neuerungen und Renovationsarbeiten rund 250'000 Franken. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.07.2018, 15:45 Uhr

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