Zürichsee

Passagierrekord auf dem Zürichsee knapp verfehlt

Der Schiffsfünfliber ist Geschichte und die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft befördert wieder mehr Passagiere. Um über 50 Prozent konnte sie die Zahlen steigern. Zum Rekord fehlten aber mehr als 50'000 Personen.

Passagiere strömen zurück auf Zürichsee-Schiffe: Nach dem mageren 2017 boomen auf dem Zürichsee die Passagierzahlen wieder.

Passagiere strömen zurück auf Zürichsee-Schiffe: Nach dem mageren 2017 boomen auf dem Zürichsee die Passagierzahlen wieder. Bild: PD

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Milder Frühling, sonniger Herbst und dazwischen ein heisser Sommer: eine fast ideale Konstellation für die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG). Wie sie am Montag verkündet hat, haben 2018 1,78 Millionen Personen die Schiffe der ZSG benutzt. Im Jahr eins nach dem Schiffsfünfliber ist das eine massive Zunahme von 50 Prozent. Und dies obwohl der Zuschlag erst zum Saisonstart im Frühling abgeschafft worden ist. Der Winter war denn auch alles andere als berauschend. Im Vergleich zum Winter 2017, also einer Zeit, in der der Zuschlag ebenfalls schon verlangt wurde, sind die Zahlen um 8,8 Prozent zurückgegangen.

Gemäss Mitteilung der ZSG liegt das an den Winterstürmen, dem kalten Winter und wohl auch dem Schiffsfünfliber. An die Rekordzahlen aus den Jahren 2009 und 2011 kommt die ZSG so nicht ganz ran. Damals beförderte sie 1,83 beziehungsweise 1,82 Millionen Passagiere. Im Fünfjahresvergleich sieht es bei den Passagierzahlen aber sehr gut aus. 2018 hat die ZSG rund 190'000 Personen mehr befördert als im Schnitt. Das sind 12 Prozent mehr. Bei den Schiffsvermietungen und den sogenannten Traumschiffen, die vom Zuschlag nicht betroffen waren, konnte die ZSG den Umsatz um 19 Prozent steigern.

Neben dem mässigen Winter spielte auch der Sommer nicht immer in die Hände der Schifffahrtsgesellschaft. Dies obwohl er mitverantwortlich für das Hoch ist. Betrachtet man das ganze Jahr, ist die Hauptsaison, vom 30. März bis am 21. Oktober, für das deutlich bessere Ergebnis verantwortlich. In dieser Zeit liegt die Zahl der Passagiere fast 600 000 über derjenigen des Vorjahres. Doch an mehreren Tagen im Sommer konnten beispielsweise die Limmatschiffe nicht genutzt werden. Denn sind die Temperaturen zu hoch, wird es schlicht zu warm in den flachen, verglasten Schiffen. Auch zieht es die Bevölkerung an heissen Tagen eher in die Badi als auf die Schiffe, wie die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt hat.

Seit Ende Oktober sind nicht mehr so viele Passagiere auf Limmat und Zürichsee dazugekommen. Zusammen mit dem schwachen Winter sind es gerade noch 170 000.

Revision der Panta Rhei

Interessant wären die Zahlen zum Kostendeckungsgrad der ZSG. War dieser doch der Hauptgrund für die Einführung des Schiffszuschlags und ein häufiger Kritikpunkt an ihre Adresse. Dank dem Fünfliber war der Deckungsgrad tatsächlich gestiegen, von 37 auf 47 Prozent. Die entsprechenden Zahlen aus dem Jahr 2018 hat die ZSG bis jetzt noch nicht kommuniziert.

2019 fällt die Revision der Panta Rhei besonders auf. Unter anderem erhält sie zwei neue Antriebsmotoren und eine moderne Musikanlage. Das 2008 in Betrieb genommene Schiff wird voraussichtlich erst ab Juni wieder im Einsatz stehen.

Als Neuerung meldet die ZSG ein Co-Working-Angebot. Interessierte können auf der Grossen Rundfahrt 24 Arbeitsplätze nutzen. Vorab angeboten wird der Co-Working-Space am 22. und 31. Januar sowie am 5. Februar jeweils auf dem MS Limmat. Am ersten Datum sind die Plätze bereits ausgebucht. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.01.2019, 11:34 Uhr

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