Thalwil

Parteien und Vereine überreichen die Klima-Initiative

Sechs Parteien und Vereine haben dem Thalwiler Gemeinderat eine Initiative überreicht, die von ihm ein schnelleres Handeln gegen den Klimawandel fordert. Bereits nächstes Jahr könnte die Stimmbevölkerung darüber abstimmen.

Gemeindepräsident Märk Fankhauser (erster von links) wird die Initiative überreicht. Vor Ort waren rund 30 Personen, darunter die Mitinitianten Ursula Lombriser (CVP), Lukas Lanz (SP), Christine Burgener (Verein Ökopolis) und die Jürg Stünzi (Grüne).

Gemeindepräsident Märk Fankhauser (erster von links) wird die Initiative überreicht. Vor Ort waren rund 30 Personen, darunter die Mitinitianten Ursula Lombriser (CVP), Lukas Lanz (SP), Christine Burgener (Verein Ökopolis) und die Jürg Stünzi (Grüne). Bild: Moritz Hager

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Auf nationaler Ebene wartet man noch auf die ersten Vorstösse zu Klima und Umwelt der grünen Siegerparteien nach ihrem Erfolg in den National- und Ständeratswahlen. In Thalwil jedoch wurde bereits am Dienstagabend vor dem Gemeindehaus ein Vorstoss gewagt: Dem Gemeinderat wurde die Klima-Initiative überreicht. Sie fordert von der Gemeinde ein rascheres und konkretes Handeln gegen die Klimaerwärmung. So sollen in Thalwil die CO2-Emissionen bis ins Jahr 2030 halbiert und bis 2050 Klimaneutralität erreicht werden.

Hinter der Initiative stehen die vier Lokalparteien SP, CVP, EVP und Grüne sowie die beiden Thalwiler Vereine Ökopolis und «Ludi-Quartier lebt!». Stellvertretend übergab SP-Mitglied und Mitinitiant Lukas Lanz vor rund 30 Anwesenden die Initiativmappe an Gemeindepräsident Märk Fankhauser (FDP) – gemeinsam mit einer jungen CO2-speichernden Buche als symbolischer erster Schritt zur Erreichung der von der Initiative geforderten Ziele.

Massnahmenplan gefordert

«Die Zeit ist reif, auch auf kommunaler Ebene etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen», sagte Lanz. Der Gemeinderat solle sich früh und rechtzeitig die nötigen Massnahmen überlegen. Wie er dies konkret tun soll, lassen die Initianten offen. Jedoch haben sie einige Vorschläge zu den Bereichen Wärme, Mobilität, Strom und Negativ-Emissionen verfasst.

«Wir nehmen das Anliegen ernst und versprechen, die Initiative ausführlich zu prüfen», sagte Fankhauser bei der Übergabe. Drei Monate bleiben dem Gemeinderat nun, um zu klären, ob die Initiative rechtsgültig ist. Weil sie eine Änderung in der Gemeindeordnung bedingt, muss danach die Thalwiler Stimmbevölkerung innerhalb von sechs Monaten an der Urne über die Initiative abstimmen. Falls sie angenommen wird, muss die Gemeinde innerhalb eines Jahres einen langfristigen Massnahmen- und Finanzplan ausarbeiten, um die verbindlichen Klimaziele zu erreichen.

Erstellt: 23.10.2019, 11:42 Uhr

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