Wädenswil

Parlament setzt Gestaltungsplan Appital fest

Auf dem Areal Appital soll ein Gewerbepark entstehen. Der Gemeinderat hat den privaten Gestaltungsplan am Montag gutgeheissen.

Auf dem Areal der früheren BASF sollen Bauten für Büros und Gewerbe entstehen, wie es der private Gestaltungsplan vorsieht.

Auf dem Areal der früheren BASF sollen Bauten für Büros und Gewerbe entstehen, wie es der private Gestaltungsplan vorsieht. Bild: Steve Springer

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Die Diskussion über den privaten Gestaltungsplan Areal Appital an der Gemeinderatssitzung vom Montag fiel kurz aus. Gemeinderatspräsidentin Beatrice Gmür (SP) schloss die kürzeste Sitzung ihrer Amtszeit, wie sie sie nannte, nach nur gerade 35 Minuten. Der Gemeinderat ist sich einig: Auf dem Areal der früheren BASF sollen Bauten für Büros und Gewerbe entstehen, wie es der private Gestaltungsplan vorsieht. Die Steiner AG, der das Areal gehört, will auf einer Fläche von 17000 Quadratmetern gemäss einem unverbindlichen Richtprojekt sechs Gebäude errichten.

Verkehr im Auge behalten

Hansjörg Schmid (SP) bezeichnete den Gestaltungsplan auch innerhalb der Raumplanungskommission, deren Präsident er ist, als «völlig unumstritten». Er sprach unter anderem ein verkehrstechnisches Gutachten an. Dieses weise nach, dass der Einmündungsknoten Bachtobelweg-Steinacherstrasse und Moosacherstrasse-Steinacherstrasse für die erwartete zusätzliche Verkehrsbelastung ausreichend sei. Eine Betrachtung bis zur Autobahn sei nicht gemacht worden. Bezüglich des Verkehrsaufkommens äusserte sich Urs Hauser (EVP) kritisch: Im Laufe der nächsten Jahre müsse man auch den zunehmenden öffentlichen Verkehr im Griff haben, zu dem nebst dem Gewerbepark auch Projekte wie das Gymnasium beitragen.

Ein weiteres Thema in der Kommission war der Mehrwertausgleich, auf den der Stadtrat verzichtet. Dies begrüsste Schmid auch im Namen seiner Fraktion, solange der Mehrwert von rund einer Viertelmillion nicht «eingesackt» werde. Die Grünen, EVP und CVP bekräftigten dieses Anliegen. «Die CVP erwartet vom Eigentümer, dass der Verzicht auf den Mehrwert den Käufern zugute kommt», sagte Volkan Dogu (CVP). Die Gewerbeeinheiten sollen preiswert sein.

Gegenleistung fordern

Roy Schärer (SVP) bezeichnete den stadträtlichen Verzicht auf Mehrwertausgleich als «Subvention des Gewerbes», welche die SVP-Fraktion befürwortet. Die GLP findet es derweil falsch, dass der Stadtrat die Erhöhung der Baumassenziffer «ohne Gegenleistung» durchgehen lassen will. «Der Eigentümer soll finanzstarke Firmen suchen, die unseren Steuerertrag erhöhen», schlug Pierre Rappazzo (GLP) vor. Christian Nufer (FDP) sagte, der Gestaltungsplan gliedere sich in eine Lücke ein: «Der Anteil an juristischen Steuerzahlern kann erhöht werden, was nach dem Wegzug vieler Unternehmen nötig ist.» Der BFPW/EDU-Fraktion kann es nicht schnell genug gehen. «Die Inhaberin soll die Bautätigkeit möglichst rasch aufnehmen können», sagte Ivo Peyer (BFPW). Dafür müssten die übrigen Verfahrensschritte ohne Verzögerung erfolgen.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Festsetzung des Gestaltungsplans aus. In ­weiteren Traktanden verabschiedete Gmür den Gemeinderat ­Adrian Stocker (SVP), der Ende Februar nach neun Jahren zurücktritt. Der Gemeinderat wählte Antoine Schuler (FDP) aus Schönenberg für den abtretenden Matthias Büttikofer (FDP) in die Sozialbehörde. Zuletzt überreichten Schüler dem Stadtrat eine Petition mit 2570 Unterschriften für eine Eisbahn in Wädenswil. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.02.2019, 07:47 Uhr

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