wädenswil

Neues Jahrbuch mit Fusions-Fokus

In der Kulturgarage fand die Vernis­sage des neuesten Jahrbuch der Stadt Wädenswil statt. Dieses steht im Zeichen der Fusion und soll den Wädens­wilern Schönenberg und Hütten näherbringen.

Die Historische Gesellschaft Wädenswil mit Beat Schoch (links), Mariska Beirne und Adrian Scherrer hat das Jahrbuch herausgegeben.

Die Historische Gesellschaft Wädenswil mit Beat Schoch (links), Mariska Beirne und Adrian Scherrer hat das Jahrbuch herausgegeben. Bild: André Springer

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Die weiten, hügeligen Wiesen um Hütten zieren den Umschlag des Jahrbuchs der Stadt Wädenswil 2018. Dies sei eine Premiere, sag­te­ Adrian Scherrer von der His­torischen Gesellschaft Wädens­wil (HGW) an der Vernissage am Montag. Die HGW gibt das Jahrbuch heraus.

Dass der Schwerpunkt der diesjährigen Ausgabe die Fusion zwischen Wädenswil, Schönenberg und Hütten sein würde, sei aber seit längerem klar gewesen. «Es geht jedoch nicht primär um politische Details, sondern darum, die Berggemeinden vorzustellen», sagte Mariska ­Beirne, Prä­si­dentin der HGW. In Wädens­wil bestehe nämlich eine Wis­sens­lücke. Das bewies ­Beirne, indem sie das Publikum fragte, wer Schönenberg oder Hüt­ten gut kenne. Die Anzahl erhobener Hände war sehr gering.

Drittgrösste Gemeinde

Adrian Scherrer führte deshalb einige Fakten an, die das Buch bereithält. Die zukünftige «Bergstadt» Wädens­wil werde, «gemessen an der Fläche, zur drittgrössten Gemeinde des Kantons Zürich, erhält national bedeutende Naturlandschaften und Berggebiete bis auf 1229 Meter». Da könne die Stadt Zürich mit ihrem Uetli­berg einpacken, sagte er und erntete Gelächter.

Der Schwerpunkt Fusion mache ungefähr die Hälfte des neuen Jahrbuchs aus, sagte Scherrer. Die andere Hälfte behandle Themen aus Wädens­wil und der Au aus historischer Perspektive (siehe­ Box).

Das Glück vor der Tür

Als letzter Redner trat Beat Schoch, Leiter des Bereichs Marke­ting der Stutz Medien AG, welche das Jahrbuch verlegt und druckt, vors Publikum. Vor Ort waren sowohl Vertreter der Berggemeinden als auch der Stadt Wädens­wil – etwa Gemeinderatspräsidentin Bea­trice Gmür (SP), Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) oder Stadträtin Alexia Bischof (CVP). Schoch sprach von der Schönheit der Region, welche das Jahrbuch ver­deut­liche. Man müsse nicht nach Thailand, Peru oder Ka­nada reisen, um etwas zu er­leben, sondern könne sich auch intensiv mit der Region vor der eigenen Haustür befassen. Diese habe vieles zu bieten. Möglicherweise verschaffe das einem sogar einen Platz in der nächsten Ausgabe des Jahrbuchs. Im Anschluss an die Reden folgten Ländlermusik des Trios Raphael Fuchs & Co und ein ­Apéro. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.11.2018, 16:19 Uhr

Jahrbuch der Stadt Wädenswil

Von der Geschichte der Berggemeinden bis hin zu aktuellen Zahlen

Das Jahrbuch der Stadt Wädens­wil erschien 1975 zum ersten Mal, damals unter der Leitung von Peter Ziegler. Seit 2014 steht es unter dem Patronat der Historischen Gesellschaft Wädenswil (HGW). Die Leitung hat seit 2016 Adrian Scherrer inne. Produziert und verkauft wird es von der Stutz Medien AG. Das Jahrbuch 2018 besteht zu einem Grossteil aus dem Schwerpunktkapitel «Stadtlandschaft mit Bergen» und der Vorstellung der Gemein­den Schönenberg und Hütten. Dies geschieht etwa durch eine Fotoserie der Gemein­den im Sommer (Fotos von André Springer) und im Winter (Fotos von Ingrid Eva Liedtke). Liedtke hat ausserdem eine Wanderung an der Sihl und entlang der neuen Grenzen unternommen, welche sie mit «Geschichte und Geschichten» anreichert.

Tapeten im Schloss Au

Anja Kutter-Müller trägt etwa einen Artikel zum Gewerbe in den Berggemeinden bei; Sonja Marcec-Wolter präsentiert Zahlen und Fakten rund um die erweiterte Gemeinde, und Peter Ziegler führt eine bebil­derte Chronik der beiden Berggemeinden seit dem 13. Jahrhundert auf. Fester Bestand­teil des Jahrbuchs ist die Wädenswiler Chronik, eben­falls von Peter Ziegler erstellt­, der sich zudem einer Hommage des im Januar verstorbenen Fabrikanten Ernst Blattmann-Gautschi (1927– 2018) annimmt. Die Unternehmen Kellersberger AG und Tuwag­ blicken zum 175- res­pek­tive 200-Jahr-Jubiläum auf ihre Firmengeschichte zurück.
Michael D. Schmid porträtiert den Brückenbaupionier Robert Maillart, dessen frühe Industriebauten in Wädens­wil bisher wenig geschichts­wissenschaftliche Aufmerk­sam­keit ge­nossen. Mit der Herkunft der Tapeten im Schloss Au beschäf­tigt sich die Kunsthistorikerin Ruth Vuilleumier-Kirschbaum. Mit der Geschichte des Friedhofs – «Vom Friedhof zum Sportplatz» – setzen sich Adrian Scherrer und Geri Fischer auseinander. Die Stadt­verwaltung rundet das Jahrbuch wie gehabt ab mit der Rubrik «Wädenswil in Zahlen». cob

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