Wädenswil

Neue Steine im Weg der Au-Park Planer

Eine Gruppe Au-Bewohner fordert die Beschränkung der erlaubten Gebäudehöhe auf 19,5 Meter. Damit wollen sie Hochhäuser auf Wädenswiler Gemeindegebiet den Riegel schieben. Am Mittwoch übergaben sie dem Stadtrat ihren Initiativtext zur Vorprüfung.

Gebäude in den Dimensionen wie hier für den Au-Park geplant sollen in Wädenswil nicht mehr möglich sein, fordern die Initianten einer Volksinitiative.

Gebäude in den Dimensionen wie hier für den Au-Park geplant sollen in Wädenswil nicht mehr möglich sein, fordern die Initianten einer Volksinitiative. Bild: Visualisierung/zvg

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Mitglieder der Interessensgemeinschaft (IG) Wädi-Au wollen eine Volksinitiative lancieren und legen damit den Planern des Au-Parks ein neues Hindernis in den Weg. Das Initiativkommittee fordert, dass für Wädenswil eine maximale Gebäudehöhe und Nutzungsziffer festgelegt wird. Am Mittwoch übergaben René Kappeler und Luciano Pelloni dem Stadtrat ihren Initiativtext zur Vorprüfung.

Die Initianten hatten sich bereits mit der IG Wädi-Au gegen den Gestaltungsplan Au-Park der Intershop AG stark gemacht. «In den letzten Jahren gab es immer wieder Pläne für Hochhäuser in Wädenswil und der Au», sagt Kappeler. Solche Pläne hätten in der Bevölkerung jeweils wenig Anklang gefunden. Dies hätten verschiedene Umfragen der IG gezeigt.

Fünf Stockwerke als Limite

Deshalb fordert das Initiativkommittee nun in der Bau- und Zonenordnung festzuhalten, dass eine maximale Bauhöhe von 19,5 Metern und eine Ausnutzung von 100 Prozent in keiner Zone auf Gemeindegebiet überschritten werden dürfe. Bestehende Gebäude, welche diese Limite überschreiten dürfen nur mit Neubauten gleicher Höhe ersetzt werden, heisst es weiter. Ausserdem dürfen keine arealspezifischen Ausnahmen mehr gewährt werden. Auch Gestaltungspläne müssten sich an die Maximalhöhe und -Nutzungsziffer halten.

Der Gestaltungsplan Au-Park sieht eine Ausnutzungsziffer von 140 Prozent vor bei bis zu sieben Stockwerken. Anwohner haben im Januar 22 Einwendungen gegen den Gestaltungsplan Au-Park gemacht, sagt Kappeler. Laut Kappeler wurden die Einwendungen der IG aber im Bericht der Intershop AG praktisch ausnahmslos als nicht re­levant abgetan. Deshalb habe man sich entschieden eine Volksinitiative zu lancieren. «Wir wollen ernst genommen werden», sagt Kappeler

Der Initiativtext werde nun geprüft und nach einigen formalen Anpassungen vom Stadtrat für gültig erklärt, sagt der zuständige Stadtrat Heini Hauser (SVP). Erst dann können die Initianten mit dem Sammeln der 600 nötigen Unterschriften beginnen. Er habe Verständnis für das Anliegen der Initianten, sagt Hauser. Allerdings warnt er auch vor den Konsequenzen: «Wenn die Gebäudehöhe und Raumausnützung eingeschränkt wird, kann das langfristig zu höheren Quadratmeterpreisen in Wädenswil führen.» Er weist auch darauf hin, dass es in Wädenswil auch ohne einer Regelung wie die Initianten sie verlangen keine Wolkenkratzer gebe.

Gespräche mit Intershop

Ausserdem sei die Stadt mit der Intershop AG im Gespräch, damit diese die geplante Gebäudehöhe für den Au-Park redimensioniere. «Das Projekt hätte ohne die höchsten Gebäude bessere Chancen an der Urne», sagt Hauser, der vor allem den im Au-Park-Projekt integrierten Gymistandort nicht gefährdet sehen will. Gegen diesen haben die Grünen bereits im Juni ein Referendum angekündigt.

Erstellt: 05.07.2018, 17:34 Uhr

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