Langnau

Musik aus allen Ecken der Welt

Der Gemischte Chor Langnau lädt zu einer musikalischen Weltreise ein. Dabei werden Stücke aus nah und fern präsentiert.

Aus aller Welt kommen die Stücke, welche der gemischte Chor Langnau präsentieren will.

Aus aller Welt kommen die Stücke, welche der gemischte Chor Langnau präsentieren will. Bild: Michael Trost

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In den letzten Jahren hat der ­Gemischte Chor Langnau an ­seinen Konzerten grössere klassische Werke wie das «Stabat ­Mater» von Dvorák oder 2017 beim Projekt «Gesang der Nacht» wichtige Vokalwerke aus der französischen Spätromantik aufge­führt. Wie die Präsidentin Andrea­ Maag erklärt, besteht jedoch­ seit geraumer Zeit bei den Sängerinnen und Sängern der Wunsch, sich vermehrt mit volkstümlicher Musik aus aller Welt zu beschäftigen. Der langjährige Dirigent Christian Alpiger kam diesem Wunsch mit vielen internationalen Melodien wie beispielsweise «Pase el agoa» aus Spanien und «Senzenina» aus Südafrika entgegen.

Konzentriert-heiter geht es bei den Konzertproben zu. Christian Alpiger lockert die Stimmung immer­ mal wieder mit einem Bonmot auf und ermutigt seine Sängerinnen und Sänger dazu, von der Stimmlage her aus ihrer Komfortzone herauszukommen: «Momentan tönt es noch zu sehr nach einem Kraftakt – das bringen wir noch besser hin!», sagt er.

Musikalische Verstärkung

Begleitet wird der Chor beim Konzert durch die Musiker einer Ad-hoc-Band, welche auch in Solo­stücken ihr instrumentales Können zeigen werden. David Brühwiler am Piano und Simon Wyrsch an der Klarinette sind in Langnau bekannt durch gemein­same Konzerte sowie durch die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten. Der Jungmusiker Lino Kienast freut sich als Perkussionist schon auf jene Lieder mit spezieller rhythmischer Herausforderung. Die Vierte im Bunde ist die in ­Havanna und Zürich lebende ­Jojo Kunz am Kontrabass.

Die Vorfreude auf die Konzerte ist gross und der Gemischte Chor darf sich dieses Jahr auch über Zuwachs freuen: «Wir haben ­wieder Projektsänger in unseren Reihen und vor kurzem sogar Verstärkung vom Sohn eines Chormitglieds erhalten» erzählt Präsidentin Andrea Maag. Wei­tere interessierte Sänger seien natürlich jederzeit herzlich willkommen, einmal an einer Probe mit dem Gemischten Chor teilzunehmen.

Sprachliche Probleme

Die volkstümlichen Lieder des diesjährigen Chorkonzerts seien einfacher zu proben als grosse klassische Werke, sagt Andrea Maag. «Wir erreichen bei den Stücken schneller eine gewisse Klangschönheit, und sie berühren das Sängerherz auch ganz ­anders.» Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Art von Musik keine Herausforderung darstellt. «Wir haben mit den vielen ver­schie­denen Sprachen der Lieder natürlich zwischendurch auch unsere schwierigen Momente. Bis wir den hebräischen Text zum israelischen Lied «Ashira Lidi­dai» einigermassen im Griff hatten, war es ein richtiger Krampf», sagt Maag. Die Sprachtalente werden auch beim Wiegenlied «Berceuse polonaise» und beim «Skye Boat Song» aus Schottland gefordert. Dieser Song beschreibt die Flucht von Prinz Charles Edward Stuart alias Bonnie Prince Charlie von Uist auf die Insel Skye nach seiner Niederlage in der Schlacht von Culloden 1746.

Musikalisch werden jedoch nicht nur Stücke aus der Ferne gespielt. Auch heimischere Lieder kommen zum Zug. Das deutsche Gedicht «Der Hirtenknabe» von Heinrich Heine beispielsweise wurde vom Langnauer Komponisten Jenö Bradovka vertont. Mit «S Vreneli ab dem Guggisberg» steht ein weiterer Schweizer Klassiker auf dem Programm.

Konzert «Eine musikalische Weltreise»: Samstag, 16. Juni, 20 Uhr, Sonntag, 17. Juni, 19 Uhr, refor­mierte Kirche Langnau. Ticketssind erhältlich bei der Dorfgärtnerei Raschle oder auf www.chorlangnau.ch. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.06.2018, 16:54 Uhr

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