Zürichsee

Leer stehende Büros kosten Vermieter 30 Millionen Franken

20 Fussballfelder an Bürofläche stehen am Zürichseeufer sowie im Linthgebiet leer. Die stagnierende Konjunktur setzt die Immobilienbranche zusätzlich unter Druck, wie eine aktuelle Analyse zeigt.

Schilder wie dieses in Rapperswil-Jona sind häufig zu sehen – und stehen im Kontrast zum weiterhin knappen Angebot an Wohnraum in der Region Zürichsee.

Schilder wie dieses in Rapperswil-Jona sind häufig zu sehen – und stehen im Kontrast zum weiterhin knappen Angebot an Wohnraum in der Region Zürichsee. Bild: Kurt Heuberger

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Zu wenig Wohnungen, zu viel Büroraum: Dieses Paradox spiegelt die Immobilienlage in der Region Zürichsee wider. Das drückt sich auch in den Mietpreisen aus. Bei den Büroflächen sind sie in der Region innerhalb eines Jahres um durchschnittlich über 5 Prozent gesunken.

Für die Vermieter solcher Liegenschaften wird sich die Si­tua­tion kurzfristig nicht verbessern, prognostiziert Wüest & Partner in der gestern publizierten Frühlingsausgabe «Immo-Monitoring». Der Zürcher Beratungsspezialist für die Immobilienbranche sieht trotz rückläufiger Neubautätigkeit bei den Büroflächen keine Besserung. Hinzu kommen die jüngsten Kapriolen an der Wechselkursfront. «Damit wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bis Anfang 2016 keine Marktentspannung einstellen», schreibt Wüest & Partner. Erwartet wird ein weiterer Preisrückgang bei den Mieten um rund 2 Prozent.

Rund 8 Prozent unvermietet

Gemäss Wüest & Partner stehen derzeit am linken und rechten Zürichseeufer sowie im Linthgebiet 105 000 Quadratmeter Büro- und Verkaufsflächen leer. Diese Fläche entspricht der Grösse von etwa 20 Fussballfeldern. Den Immobilienbesitzern in der Region Zürichsee entgehen jährlich rund 30 Millionen Franken an Mieteinnahmen. Gemessen am gesamten Büro- und Verkaufsflächenangebot der jeweiligen Region liegen 7,1 (Linthgebiet), 7,9 (Zimmerberg) und 8,4 Prozent (Pfannenstiel) brach. Zum Vergleich: In der Schweiz sind heute 7,3 Prozent der miet­baren Bürofläche ungenutzt. Der Büroflächenbedarf ist abhängig von der Zahl an Arbeitnehmern. Wüest & Partner rechnet vor: 1 Prozent Abnahme im Beschäftigungsniveau fegt 1 Prozent der Büroflächen leer. Auf die Region Zürichsee übertragen hiesse dies, dass mit solch einem Rückgang am Arbeitnehmermarkt ­Ende Jahr zusätzlich fast drei Fussballfelder an Geschäftsfläche unvermietet bleiben würden.

Wüest & Partner hat für die Besitzer von Geschäftsimmobilien im Raum Zürichsee aber auch zuversichtliche Analysen bereit. Die Regionen Zimmerberg und Pfannenstiel seien an Zürich, den stärksten Wirtschaftsraum der Schweiz, gekoppelt. Zudem profitieren sie von relativ tiefen Steuern und einem attraktiven Standort nahe Stadt und Flughafen. Das Linthgebiet zeichnet sich durch regionale Verwurzelung und ­grössere Eigenständigkeit aus. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 21.04.2015, 20:02 Uhr

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