Langnau

Kilchberger Gartenbauer will in Langnau Raum für Gewerbe schaffen

Die Berger Gartenbau AG will den Standort in Langnau zum Hauptsitz ausbauen. Zusätzlich sollen zwischen Sihltalstrasse und Sihl auch Gewerbeflächen für Dritte mit rund 200 Arbeitsplätzen entstehen.

Die Firma Berger Gartenbau AG will an ihrem Standort im Langnauer Sihlhof die Werkhalle (rechts) ersetzen.

Die Firma Berger Gartenbau AG will an ihrem Standort im Langnauer Sihlhof die Werkhalle (rechts) ersetzen. Bild: Sabine Rock

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Der Platz für neue Gewerbebetriebe ist in Langnau rar. Das ist ein Problem, denn die Gemeinde wäre aufgrund der angespannten Finanzlage dringend auf weitere Firmen und ihre Steuergelder angewiesen. Nun kommt ein Projekt aus privater Hand, das zusätzliche Gewerbeflächen schaffen will: Die Firma Berger Gartenbau AG will ihre Räumlichkeiten im Sihlhof - zwischen Langnau und dem Besucherzentrum Sihlwald - ausbauen und in einem zweiten Schritt neue Gewerbeflächen für rund 200 Arbeitsplätze erstellen. Ein entsprechender privater Gestaltungsplan liegt noch bis am 25. März öffentlich auf.

Die Firma Berger Gartenbau AG hat eine lange Tradition im Sihlhof. «Vor über 50 Jahren hat mein Vater dort eine Scheune von der Spinnerei Langnau gekauft, um Materialien zu lagern», erinnert sich Antoine Berger, der Anfang Jahr die Firma an seine Söhne Remo und Tobias übergeben hat. Die spezielle Lage - etwas ausserhalb des eigentlichen Dorfes und angrenzend an den Wildnispark - hinderte das Unternehmen aber lange Zeit daran, den Standort nach ihren Bedürfnissen auszubauen. Im Jahr 2014 legte der Kanton Zürich dann die Weichen für einen künftigen Aus- und Umbau, indem das Gebiet im regionalen Richtplan als Siedlungsgebiet ausgeschieden wurde.

Realisierung dauert Jahre

In der Bau- und Zonenordnung von Langnau liegt der Sihlhof jedoch noch in der Freihaltezone und müsste vor allfälligen Arbeiten umgezont werden. Mit dem Gestaltungsplan will die Firma Berger Gartenbau AG nun den Grundstein dafür legen. «Mit der Einzonung des Gebiets und dem Gestaltungsplan können wir im Sihlhof eine angemessene gewerbliche Nutzungsdichte erreichen», sagt Antoine Berger. «Damit können wir die langfristige bauliche Entwicklung unserer Firma sichern.» Wird das Projekt von sämtlichen Instanzen gut geheissen, will das Unternehmen in einer ersten Phase die Werkhalle zwischen Sihltalstrasse und Wildnispark neu bauen. «Wir brauchen den Platz für unsere Materialien und Maschinen», sagt Antoine Berger. In einem zweiten Schritt sollen auf der anderen Strassenseite bis hin zur Sihl Räumlichkeiten für lokales Gewerbe entstehen, das an Dritte vermietet wird.

«Wir sind bereit, in den Standort in Langnau zu investieren.»Antoine Berger

In der letzten Phase werden neben der Werkhalle Büroräume errichtet, die es der Firma erlauben, sämtliche administrativen Tätigkeiten in Langnau zusammen zu ziehen. Sprich: Der Hauptsitz des Unternehmens, das zu den grössten Gartenbauer am Zürichsee zählt, zieht vom momentanen Standort in Kilchberg nach Langnau. «Ein genauer Realisierungsplan für die verschiedenen Etappen existiert noch nicht», sagt Berger, der bis vor kurzem noch für die FDP im Zürcher Kantonsrat sass. Es werde aber Jahre dauern, bis die Schritte abgeschlossen seien. Die Kosten dafür würden sich im zweistelligen Millionenbereich bewegen. «Wir sind bereit, in den Standort in Langnau zu investieren.»

In Langnau zeigt man sich erfreut über das Vorhaben der Berger Gartenbau AG. Der Gemeinderat hat sich für die Legislatur 2018 bis 2022 das Ziel gesetzt, attraktive Rahmenbedingungen für das Gewerbe zu fördern. «Das geplante Projekt im Sihlhof bietet der Exekutive die Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen», sagt der Langnauer Gemeindeschreiber Adrian Hauser. Bis es aber soweit ist, sind noch einige Prozesse zu bewältigen. Nach Ablauf der öffentlichen Auflage des Gestaltungsplans müssen zuerst die möglichen Einwendungen entweder ins Projekt einfliessen oder begründet abgelehnt werden. Danach wird das Projekt vom Gemeinderat zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedet werden. Geplant ist, dass die Stimmberechtigten im Dezember über das Vorhaben befinden können. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.02.2019, 21:05 Uhr

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