Wädenswil

Jetzt wächst das Laborgebäude in die Höhe

Am Dienstag fand die Grundsteinlegung für das Laborgebäude auf dem Campus Reidbach statt. In drei Jahren soll dort das Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation lehren und forschen.

Die Zeitkapsel wird von Heiner Treichler, Patrick Wetter, Philipp Kutter und Jean-Marc Piveteau (von links) mit Sand bedeckt.

Die Zeitkapsel wird von Heiner Treichler, Patrick Wetter, Philipp Kutter und Jean-Marc Piveteau (von links) mit Sand bedeckt. Bild: PD / Foto Tevy

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Die Grundsteinlegung ist ein weiterer Meilenstein für die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) auf dem Weg zu einem neuen modernen Laborgebäude. «Ich bin überzeugt, dass wir auch den letzten Meilenstein schaffen werden und im Jahr 2023 das Gebäude bezogen werden kann», sagte Heiner Treichler, Geschäftsleiter der Tuwag Immobilien AG vor den rund 70 Gästen. Darunter Vertreter des Kantons Zürich, der ZHAW, der investorin Tuwag Immobilien AG sowie der Leutwyler Partner Architekten AG.

Diese hatten sich die Mühe gemacht, am Dienstag über wacklige Baugerüste in die eindrückliche Baugrube hinabzusteigen, die derzeit am oberen Ende des Campus Reidbach der ZHAW klafft. Die Grundsteinlegung bildet den Startschuss für die Hochbauarbeiten am neuen Laborgebäude bei.

Vom Rohstoff bis zum Markt

Fast während des gesamten Sommers musste der harte Appenzeller Granit - ein sehr hartes Nagelfluhgestein – weggesprengt werden, um die Baugrube auszuheben. «Dennoch kann nun die Grunsteinlegung im Zeitplan erfolgen», sagte Treichler. Die Bodenplatten und einige Wände wurden bereits betoniert. Doch nicht nur der Aushub war aufwändig, auch das von der Leutwyler Partner Architekten AG geplante Gebäude an sich sei äusserst komplex, wie Heiner Treichler weiter ausführt. Denn Ziel sei es, die gesamte Wertschöpfungskette in der Lebensmittelindustrie an einem Ort zu vereinen.

Blick auf die Baugrube am oberen Ende des Campus.

Erstellt wird das rund 50 Millionen Franken teuer Laborgebäude für das Departement «Life Sciences und Facility Management» der ZHAW in Wädenswil. Dabei handle es sich um eines der führenden Kompetenzzentren in der Schweiz zu den Themen Ernährung, Gesundheit, Gesellschaft und Umwelt.

Vorwiegend werde die Anlage aber vom Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation (ILGI) für Lehre und Forschung genutzt. «Das Gebäude wird also auch eine Backstube, ein Weinkeller, eine Abfüll- und Verpackungsanlage, eine Küche und ein Sensoriklabor – und sogar eine Rechtsabteilung sein», sagte ZHAW-Rektor Jean-Marc Piveteau an der Grundsteinlegung. Damit könnten künftig Lebensmittel und Getränke vom Rohstoff bis zum Markt unter einem Dach erforscht werden.

«Im neuen Laborgebäude wird auch produziert, analysiert, degustiert und verpackt.»Jean-Marc Piveteau, Direktor der ZHAW

Zudem biete die Nähe der Verarbeitung und der Analyse Chancen für die Entwicklung von neuen Lebensmitteln und Herstellungsprozessen. «Im neuen Gebäude wird also nicht nur geforscht und gelehrt, sondern auch produziert, analysiert, degustiert und verpackt», sagte Piveteau. Das Gebäude müsse demnach den hohen Ansprüchen der Nahrungsmittelproduktion an Medien, Hygiene und Klimabedingungen gerecht werden.

Eigentümerin und Investorin des Grundausbaus ist die Tuwag Immobilien AG. Läuft alles nach Plan, kann sie das Gebäude im Sommer 2023 der ZHAW übergeben. Parallel gehe die Planung weiter, sagt Treichler, denn mit der Realisierung des Gebäudes sei es nicht getan: «Das Gebäude muss auch in den Campus eingebunden werden.»

Dazu gehöre die Umgebung ebenso wie der Anschluss des Gebäudes an die neue Holzschnitzel-Fernwärmeanlage auf dem Areal. So können im Winter die Heizenergie aus der Anlage bezogen, und im Sommer die Labore energetisch sinnvoll gekühlt werden.






Erstellt: 14.01.2020, 17:45 Uhr

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