Wohnungsmarkt

Im Bezirk gibt es immer weniger leere Wohnungen

Der Bezirk Meilen weist die höchste Leerwohnungsquote des Kantons auf. Am anderen Ende der Skala steht ausgerechnet der Bezirk Horgen.

Der Bezirk Meilen weist die  höchste Leerwohnungsquote des Kantons auf. Am anderen Ende der Skala steht ausgerechnet der Bezirk Horgen.

Der Bezirk Meilen weist die höchste Leerwohnungsquote des Kantons auf. Am anderen Ende der Skala steht ausgerechnet der Bezirk Horgen. Bild: Keystone

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Nirgendwo sonst im Kanton stehen so viele Wohnungen leer wie im Bezirk Meilen. Dies zeigen die gestern veröffentlichten Zahlen des Statistischen Amts des Kantons Zürich. Per 1. Juni sind am rechten Zürichseeufer 951 Wohnungen unbewohnt, das sind 1.93 Prozent des Wohnungsbestandes. Erfasst werden Wohnungen, die entweder zur dauernden Miete oder zum Kauf angeboten werden. In den letzten Jahren hat diese Quote am rechten Ufer stetig zugenommen. «Die Bautätigkeit in Meilen war in den letzten Jahren sehr hoch», sagt Magnus Gocke, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Statistischen Amt. Nebst vielen Neubauten seien auch grössere Siedlungen saniert worden. «Es sind vorwiegend teure Wohnungen, die noch nicht vermietet oder verkauft werden konnten», erklärt Magnus Gocke.

Die Anzahl leer stehender Wohnungen ist in den letzten Jahren im ganzen Kanton Zürich stetig gestiegen. Sie liegt dieses Jahr erstmals seit 1998 wieder bei über 6000.

Zahl immer noch sehr niedrig

Überraschend ist deshalb, dass im Bezirk Horgen die Leerwohnungsquote per 1. Juni lediglich bei 0.69 liegt. 412 Wohnungen stehen hier leer, das sind elf weniger als noch im Vorjahr. «Im Bezirk Horgen war die Bauentwicklung in den letzten Jahren stabil. Gleichzeitig gab es eine deutlich geringere Bevölkerungszunahme als im Jahr zuvor», sagt Magnus Gocke. Die Leerwohnungsquote ist, abgesehen von der Stadt Zürich, die tiefste im ganzen Kanton. Wieso das so ist, kann der Experte nicht abschliessen sagen, da dies von unzähligen Faktoren abhänge.

Dass die Anzahl leer stehender Wohnungen im gesamten Kanton seit Jahren zunimmt, ist für Magnus Gocke kein schlechtes Zeichen. «Die Zahl ist noch immer sehr niedrig.» Ab 2011 habe im ganzen Kanton eine hohe Bautätigkeit stattgefunden, während gleichzeitig die Einwohnerentwicklung stabil blieb, sagt Magnus Gocke. «Es ist deshalb nicht überraschend, wenn auch im nächsten Jahr die Anzahl leer stehender Wohnungen nochmals zunimmt.»

Eines fällt jedoch auf: In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der leer stehenden Wohnungen mit vier oder mehr Zimmern abgenommen. Eine Erklärung sei in der grösseren Bedeutung von Mehrfamilienhäusern in der heutigen Bauentwicklung zu erkennen, schreibt das Statistische Amt.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 17.08.2016, 17:26 Uhr

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