Horgen

Historisches Fabrikareal erwacht aus Dornröschenschlaf

Das frühere Grobareal beim Bahnhof wird neu genutzt und für das Publikum geöffnet. In den Seehallen Horgen sind verschiedenste Geschäfte eingezogen, weitere kommen hinzu.

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Das Fabrikareal der ehemaligen Grob AG ist nicht zu übersehen. Dies nicht nur, weil es zentral in der Nähe des Bahnhofs zwischen Bahngleisen und der Seestrasse liegt. Mit einer Länge von 210 Metern wirkt es auch imposant. Zehn Jahre lang stand das Gebäude praktisch brach. Letztes Jahr ist es renoviert worden.

Die heutige Grundeigentümerin, die Mobimo AG, hat es zu einem einem Gewerbe- und Dienstleistungszentrum, den Seehallen Horgen, umfunktioniert. Im Gebäudekomplex haben sich Geschäfte, Studios, Ateliers und Gastro-Unternehmer sowie Dienstleistungsbetriebe eingemietet, die Publikum anziehen sollen. Von der Fläche von 16 000 Quadratmetern sind 80 Prozent vermietet. Nach den Vorstellungen der Eigentümerin entwickeln sich die Seehallen zu einem Begegnungsort für die Bevölkerung von Horgen und Umgebung.

Ideen haben sich zerschlagen

Das Areal erlebte eine wechselvolle Geschichte bis zur Eröffnung, die am Samstag mit der Bevölkerung gefeiert wird. Die Grob AG hatte vor zehn Jahren die Produktion ins Ausland ausgelagert. «Wir hatten viele Ideen, das Areal zu nutzen», sagte Mobimo-CEO Christoph Caviezel. Diese Ideen wie ein Einkaufszentrum oder das Oldtimerzentrum Meilenwerk haben sich zerschlagen. Das Areal war auch als Standort für eine Mittelschule im Gespräch. «Wir haben viel Zeit verloren», sagte Caviezel. Schliesslich habe Mobimo aber ein bewilligungsfähiges Projekt vorlegen können.

Die Rückschläge erwähnte auch der Horgner Gemeindepräsident Theo Leuthold (SVP) vor den rund 200 Gästen. Er habe schon für das Meilenwerk eine Begrüssungsrede gehalten. Der Gemeinderat Horgen habe immer gewollt, dass sich das Areal mit Leben fülle, sagte Leuthold, «ich bin froh, dass wir hier stehen, wo wir sind.»

An der Eröffnungsfeier wurde auch die Ausstellung zur Geschichte des Fabrikareals eingeweiht, die in Zusammenarbeit mit dem Ortsmuseum entstanden ist. Das Areal ist ein Zeitzeuge der Industriegeschichte Horgens. Um 1900 hatte die Firma Wanner AG ein imposantes Backsteingebäude für eine Werkstatt und Eisengiesserei erbaut. Die Textilmaschinenfimra Grob AG ersetzte dieses in den 1980er Jahren durch den jetzigen Gebäudekomplex. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.11.2018, 18:08 Uhr

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