Hirzel

Hirzler Gemeinderäte wollen nicht in Horgen kandidieren

Die Hirzler Gemeinderäte wollen noch zu Ende bringen, was sie angefangen haben. Dazu würden sie grossmehrheitlich auch eine Verlängerung ihrer Amtsdauer bis zur Fusion in Kauf nehmen. Eine weitere Legislatur überlegen sich indes nur zwei Gemeinderäte. Nach Horgen will jedoch niemand.

Bis zur Fusion, aber nicht länger: Für die Hirzler Gemeinderäte kommt eine politische Zukunft in Horgen nicht in Frage.

Bis zur Fusion, aber nicht länger: Für die Hirzler Gemeinderäte kommt eine politische Zukunft in Horgen nicht in Frage. Bild: Archiv Manuela Matt

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Ob der Zusammenschluss von Horgen und Hirzel nun kommt oder nicht, die Geschicke im Hirzel werden künftig andere lenken müssen. Die Exekutive aus dem Hirzel hat grossmehrheitlich genug, so der Tenor aus dem Gemeinderat. Die meisten Gemeinderäte bekleiden seit 2006 ihr Amt und möchten nun Jüngeren Platz machen. In Horgen nochmal neu anzufangen, kann sich auf Anfrage keiner von ihnen vorstellen.

Der Zusammenschluss der Gemeinden Horgen und Hirzel ist noch nicht rechtskräftig. Zwar hat die grosse Mehrheit der Hirzler die Fusion an der Urne gutgeheissen. Doch eine Minderheit hat drei Rechtsverfahren losgetreten, von denen zwei noch hängig sind.

«Zeit für frischen Wind»

Bereits vor den Wahlen im Jahre 2014 erklärte Gemeindepräsident Markus Braun, dass dies seine letzte Amtsdauer sein wird. Daran habe sich nichts geändert, sagt er. Die Amtsdauer, für die er gewählt ist, wird er ordentlich beenden. Eine Kandidatur für Horgen sieht der seit 2002 amtierende Gemeindepräsident nicht vor.

«12 Jahre im Gemeinderat Hirzel sind genug», sagt Eugen Buchmann. Der Bau- und Liegenschaften Vorsteher möchte für keine weitere Legislatur im Hirzel kandidieren. Allerdings würde er im Falle einer Verzögerung des Zusammenschlusses mit Horgen sein Amt noch zu Ende führen. «Ich befinde mich bereits im Pensionsalter» sagt Buchmann, weshalb er sich im Falle einer Fusion auch keine Kandidatur für den Horgner Gemeinderat vorstellen kann.

Das Gleiche findet Gesundheitsvorstand Markus Lenz. Auch für ihn sind 12 Jahre im Gemeinderat genug. Eine weitere Legislatur kommt für ihn daher weder im Hirzel noch in Horgen in Frage. Lediglich eine Verlängerung würde er in Kauf nehmen. Ebenfalls Patz machen für Jüngere möchte Walter Reutimann, Vorsteher Finanzen und Sicherheit. Auch er sitzt seit 2006 im Gemeinderat. «Es ist Zeit für frischen Wind», sagt er. Sein Amt möchte er auch im Fall einer Verschiebung des Zusammenschlusstermins nicht weiter führen.

Silvia Hunziker Rübel, Gemeinderätin für Bildung und Schulpräsidentin sagt: «Nach viereinhalb intensiven Jahren als Gemeinderätin und Schulpräsidentin werde ich mien Amt Ende Dezember 2017 niederlegen und mich wieder voll auf Familie und Beruf konzentrieren.»

Keine Ambitionen für Horgen

Keine Ambitionen für in den Horgner Gemeinderat hat Claudia Loretz Vorsteherin Soziales, Alter und Jugend. «Mit Familie ist es nicht zu unterschätzen nochmal neu in Horgen anzufangen», sagt sie. Denn Zeit zum Einarbeiten müsse man berechnen. Hingegen ist sie sich noch unschlüssig, ob sie für den Hirzel nochmal kandidieren würde. Zwar gebe es in diesem Fall eine andere Grundvoraussetzung, denn die Amtsperiode sei in Hinblick auf den Zusammenschluss absehbar. Dennoch findet auch Loretz 12 Jahre im Gemeinderat ausreichend.

Offen lässt auch Werkvorstand Hannes Leuthold die Frage, ob er nochmal für den Gemeinderat im Hirzel oder neu in Horgen kandidieren möchte. «Ich werde erst entscheiden, wenn man weiss, ob der Zusammenschluss kommt oder nicht», sagt Leuthold.

Erstellt: 21.09.2017, 15:22 Uhr

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